Sonntag, 19. Juni 2016

[Rezept] Classic Blueberry Muffins | Klassische Blaubeer Muffins

Ihr wisst ja, ich bin eine sehr, sehr faule Bäckerin. Die besten Rezepte sind für mich die, die einfach und schnell gemacht sind - aber geschmacklich trotzdem eine Wucht in Tüten. (Toller Alte-Leute-Ausdruck, hihi.) Ich habe weder Lust, ewig nach sonst wie exotischen Zutaten in Fachgeschäften oder Onlineshops zu suchen, noch möchte ich mehrere Stunden für nur eine Torte aufbringen müssen. Am liebsten sind mir schlicht die Rezepte, die man mit Grundzutaten fix zusammenrühren kann. Denn wer will schon lange warten, wenn er JETZT Bock auf Kuchen hat? Und wer backt solch komplizierte und aufwendige Rezepte nach? Wenn selbst ich als Foodbloggerin keine Lust drauf habe, dann ihr, meine lieben Leser, vermutlich auch nicht so recht. (Oder irre ich mich und ihr seid alle wahre Hobby-Konditoren? Dann seid ihr auf meinem Blog, ehrlich gesagt, komplett an der falschen Adresse. :D)

Classic Blueberry Muffins - Klassische Blaubeer Muffins | Foodblog rehlein backt

Jedenfalls habe ich in letzter Zeit meine Liebe zu Muffins entdeckt. Ja, entdeckt. Erstmals. Denn obgleich die ja der Inbegriff von faulem Backen sind, konnte ich den kleinen Teilchen nie was abgewinnen. Ich fand sie schnöde und unspektakulär. Bis, ja bis ich neulich mein altes Allrounder-Muffinrezept wieder hervor kramte, als mir nach Muffins mit frischen Nektarinen war. Der Hit! Danach gab es dann noch Erdbeer-Muffins, Chocolate Chip Muffins und Heidelbeer-Muffins. (Alles innerhalb einer Woche, wohlgemerkt.) Letztere habe ich hier für euch, weil sie echte Klassiker sind und bisher noch keine Erwähnung auf meinem Blog gefunden haben. Aber alle anderen genannten Variationen sind ebenso lohnenswert! Im Grunde könnt ihr in den Teig alles mischen was euch gefällt und das Ergebnis wird immer super sein.

Und ach ja: Ihr braucht dafür nur wenige Zutaten, die ihr auch ganz bestimmt an einem Sonntag zu Hause habt, der Teig ist im Nu mit dem Schneebesen zusammengerührt und nach 25 Minuten habt ihr dann auch schon herrlich duftende, frische, warme Muffins vor euch stehen. Ist das nicht herrlich? In diesem Sinne: Ein Hoch auf die Faulheit und einen wunderbaren Sonntag!

Sonntag, 12. Juni 2016

[Rezept] Quick & Easy Chocolate Chip Nice Cream – Schnelles, veganes Schoko-Bananen-Eis

Es ist nicht so, dass ich kein Auge für Trends hätte. Klar weiß ich, dass gefühlt schon alle anderen Foodblogger ein Rezept für Nice Cream auf ihrem Blog haben. Das Ding ist: Ich warte gerne ab, bevor ich etwas austeste. Warum weiß ich manchmal selbst nicht so genau. Manchmal hab ich schlicht schon genug Ideen auf der Liste und schaue mir erst mal an, was die anderen so machen. Hauptsächlich hab ich aber, glaube ich, einfach keinen Bock auf den ganzen Hype, weswegen ich Trendiges solange ignoriere, bis ich entweder das Interesse daran verliere (falls das jemals vorhanden war) oder ich es vor Neugierde nicht mehr aushalte und es doch ausprobiere.

Genau so war es mit der Nice Cream.

Nice Cream mit Chocolate Chips | Foodblog rehlein backt

Für die von euch, die (unwahrscheinlich, aber mag’s ja geben) noch nie was davon gehört haben: Als Nice Cream bezeichnet man eine Eiscreme aus pürierten, gefrorenen Bananen, ggf. mit anderen Früchten. Ja, so simpel ist das. Und alle Welt schwärmt sich nen Wolf ob dieser nie dagewesenen, so köstlichen und ganz toll wandelbaren Götterspeise. Warum ich sie trotzdem erst jetzt getestet habe? Zwei Gründe, nein drei.

1. Ich liebe zwar Bananen, aber hasse sie, wenn sie zu reif sind. Süß und reif ist aber die Voraussetzung dafür, dass es ne tolle Nice Cream wird. Darum rechnete ich mit einem grausigen Geschmack.

2. Mara inhaliert das Zeug allerdings seit gefühlt einem Jahr täglich und kann nie genug davon kriegen – und je öfter ich ihre Bilder auf Instagram gesehen habe, desto neugieriger wurde ich.

3. Der letzte Punkt: Dieses tolle Buch*, das mich vor ein paar Tagen per Post erreichte. Es enthält ein mega einfaches Rezept für Nice Cream - und ihr wisst ja, dass ich es simpel mag.

Letztendlich kam ich also nicht mehr drum herum und als mir bei der Hitze neulich ein ganzes Kilo Bananen in Windeseile sommersprossig geworden ist, habe ich diese kurzerhand klein geschnibbelt und eingefroren. Und zack, da ist sie: Meine allererste Nice Cream!

Nice Cream mit Chocolate Chips | Foodblog rehlein backt

Okay, Eiscreme zu fotografieren muss ich noch üben. Aber es reicht, damit ihr einen Eindruck vom Ergebnis bekommt, oder? Ich beschreibe es auch noch mal für euch, denn ich habe eine gewichtige Entdeckung gemacht: Gefroren schmecken die reifen Bananen nur noch dezent süß und tatsächlich gar nicht so stark nach Banane! Yeay! Die Konsistenz kann sich durchaus mit normaler Eiscreme messen und aufgrund des geringen Eigengeschmacks könnt ihr die Nice Cream aromatisieren wie ihr lustig seid. Mit gehackten, karamellisierten Nüssen, Kakao, Gewürzen, anderem gefrorenen Obst, Kekskrümeln oder mit Chocolate Chips, wie ich es getan habe. Denn Schokolade und Banane sind seither wie füreinander geschaffen!

Das Zeug ist wirklich VOLL GUT und das Beste daran ist, dass es auch noch gesund ist. (Und vegan, falls das jemanden interessiert.) Laut den Meringue Girls ist die Nice Cream so nahrhaft, das sie sogar als Frühstück herhalten kann, und: Selbst Kinder bemerken den Unterschied zu Milch-Eiscreme nicht. Ha!

Ich bin also vollkommen überzeugt von diesem geilen Zeug! Deswegen werden meine braunen Bananen ab sofort definitiv öfter ins Eisfach als in den Smoothie wandern. ;)

Freitag, 3. Juni 2016

[Rezept] Die perfekte Pizza wie in Italien (à la Christina macht was)

Wer jemals in Italien eine Pizza versucht hat, der weiß: Pizza ist nicht gleich Pizza. Klar, dass die ollen Dinger, die man bei uns in der Tiefkühltheke findet, indiskutabel sind, steht außer Frage. Aber selbst beim Italiener um die Ecke ist es schwierig, wenn nicht sogar eher unwahrscheinlich, eine Pizza zu bekommen, wie man sie in Italien kennt. Ich weiß das, weil wir unsere Schulabschlussfahrt damals nach Südtirol gemacht und dabei unter anderem einen Trip nach Venedig unternommen haben.

Dort, in einer versteckten Gasse irgendwo hinter dem Markusplatz, kaufte ich mir ein riesiges Stück simple Margarita. Der Boden war hauchdünn und obwohl auch der Belag nicht üppig war, schlug diese Pizza alles, was ich bis dato probiert hatte. Es war eine Aroma-Explosion, die ich seitdem kein zweites Mal erlebt habe – bis jetzt. Denn als ich neulich ein weiteres Rezept aus Christinas Backbuch* getestet habe, entdeckte ich den heiligen Gral der Pizzen. Ernsthaft.

Die beste italienische Pizza wie in Italien | Foodblog rehlein backt

Zwar braucht ihre „Perfekte Pizza Margarita“ ein wenig Zeit, aber gut Ding will eben Weile haben. Und es lohnt sich. Sehr sogar. So eine reduzierte Tomatensoße macht wirklich einiges her und auch dem Teig schmeckt man seine zwei Stunden Gehen an, wenn man das so sagen kann. Und trotzdem ist das Rezept kein bisschen aufwendig – die Soße köchelt fast allein vor sich hin und der Hefeteig braucht auch keine Aufsicht. Köstlichstes Slowfood mit minimalem Einsatz und maximalem Genuss also – das Minimalprinzip war mir schon immer ein guter Freund.

Belegen könnt ihr die Pizza natürlich frei Schnauze, doch auf die Empfehlung von Christina hin haben wir uns diesbezüglich zurückgehalten. Denn wenn eine Pizza richtig gut ist, kommt sie auch mit ganz wenigen Zutaten aus. Ich kann euch nur raten: Versucht es!

Sonntag, 29. Mai 2016

[Rezept] Kokos-Schmandkuchen mit frischen Erdbeeren

Jipieh, endlich Erdbeerzeit! Als Neujahrskind liebe ich zwar den Winter, doch die warme Jahreszeit war mir immer schon ein wenig lieber. Um genau zu sein, sind es genau diese wenige Wochen zwischen Frühling und Sommer, die mich richtig glücklich machen. Wenn die Bäume zu blühen beginnen, die Wiesen wieder grün werden, die ersten Blumen sich nach draußen wagen und es wärmer, aber noch nicht so heiß ist, dass man den Tag nur im Schwimmbad übersteht. (Denn ich und mein Kreislauf finden alles jenseits der 30-Grad-Marke eher … suboptimal.)

Das Allerbeste an dieser Zeit des Jahres ist aber, dass es wieder mehr Auswahl an regionalem Obst und Gemüse gibt. Besonders die Erdbeeren vermisse ich im Winter arg - allein ihr Duft erinnert an glückliche Kindheitstage in Omas Garten, wo wir frische Beeren direkt von den Sträuchern naschen und Erdbeeren vom Balkon pflücken konnten. Ja, vom Balkon.

Kokos-Schmandkuchen mit frischen Erdbeeren | Foodblog rehlein backt

Freitag, 20. Mai 2016

[Rezept] Sächsisches Handbrot mit Champignons, Speck und viiiiiel Käse

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dem schönen Leipzig zum Zwecke eines mega coolen Foodwalks einen Besuch abgestattet habe. Damals kam ich das erste Mal überhaupt in den Genuss von sächsischem Handbrot: Einem warmen, weichen Weizenbrot, gefüllt mit verschiedenem Gemüse, Fleisch und – ganz wichtig – viiiiel Käse. Allein die letzte Zutat hätte schon ausgereicht, dass ich dem Handbrot verfalle. Denn obgleich ich Käse pur nicht mag, vergöttere ich ihn im geschmolzenen Zustand. (Mein neuestes Suchtobjekt: Grilled Cheese Sandwiches!!!)

Zum Handbrot, das man meist auf Festivals – logisch – auf die Hand bekommt, gibt es immer noch einen Klecks Schmand mit Frühlingszwiebeln und Schnittlauch. GEILER SCHEIß. Und diesen geilen Scheiß gibt es seit meinem ersten Bissen in Leipzig mittlerweile regelmäßig wochenends bei uns zum Abendessen, mit immer neuen Füllungen. Hier habe ich für euch den Klassiker mit Champignons und Speck. Auch bewährt haben sich allerdings auch Paprika-Zwiebel-Suzuc oder Bacon mit Was-auch-immer. Bacon macht eben einfach alles leckerer (sogar Donuts!). Auf jeden Fall ist das Handbrot eines meiner Lieblingsessen geworden, weswegen ich euch dringendst anrate, es mal auszuprobieren!

Handbrot mit Champignons, Speck und viel Käse | Foodblog rehlein backt

Das Rezept macht gut drei Leute satt und stammt übrigens aus dem Mutti-Magazin 2/2015.

Montag, 16. Mai 2016

[Rezept] Luftiges Brioche mit Schokotropfen

Frühling hin oder her – manchmal gibt es sie doch noch: Diese Tage, die einfach noch einen Tick zu kühl sind und an denen man sich mit einer Tasse Tee und etwas Süßem aufs Sofa verkrümeln möchte. (Zumindest geht mir das selbst jetzt im Mai noch immer oft so, ich liebe aber auch einfach Kuchen und finde immer Gelegenheiten dafür.) Als ich neulich einen ganzen Sonntag dieser Art hatte – windig, kalt und schlichtweg ungemütlich - musste etwas Leckeres her, das rundum glücklich macht. Und was wäre da besser geeignet als ein luftiges Hefe-Brioche mit Schokotropfen? Denn wie ich spätestens beim Hefezopf mit Nussnougatcreme gemerkt habe: Diese Kombi ist unschlagbar!

Luftiges Brioche mit Schokotropfen | Foodblog rehlein backt

Das Rezept reicht für eine große Kastenform mit 30 cm Länge. Ich habe den Teig etwas unterschätzt und in eine viel zu kleine Backform gepackt. Im Ofen nahm dieser dann nahezu gigantische Ausmaße an, weswegen mein Brioche hinterher im Anschnitt aussah wie Toastscheiben aus amerikanischen Comics. Dieser Umstand machte das Ergebnis leider auch etwas instabil. Damit mir der große, obere Teil nicht schon vorm Shooting wegbricht, habe ich kurzerhand einen Rouladen-Spieß hineingesteckt – und später vergessen, ihn wieder herauszunehmen. Mein Freund hatte das Ding dann in seinem Stück, zum Glück ist aber nichts passiert. Mit einer Foodbloggerin zur Freundin lebt man eben manchmal ein bisschen am Limit. ;)

Dienstag, 10. Mai 2016

[Aktion] Kochtopfreise von Zwilling – (Fast) traditioneller Baumkuchen aus Sachsen-Anhalt

Baumkuchen mit Zuckerguss aus Sachsen-Anhalt | Foodblog rehlein backt

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Ja, ihr habt richtig gelesen - im Rahmen der Kochtopfreise der Firma Zwilling gibt es bei mir Baumkuchen. Hä? Kuchen aus dem Topf? Naaa ... nicht ganz. Aber das klären wir gleich, zuerst gibt es von mir ein paar Worte zur Aktion selbst:

Zwilling hat einen Topf der Prime-Serie auf große Deutschlandreise geschickt, während der er bei insgesamt 16 Foodbloggern aus jedem Bundesland Station macht. Ziel dieses Trips ist es, die kulinarische Vielfalt unseres Landes aufzuzeigen und die einzelnen Regionen zu porträtieren. Eine super spannende Geschichte, für die ich sofort Feuer und Flamme war! Bislang kam der Topf schon in den Genuss von hessischen Woihinkelsche, Herzdriggerte aus Rheinland-Pfalz, saarländischen Geheirade, badischen Schäufele Sandwichs, altbayrischem Böfflamott, Leipziger Räbchen sowie Schwarzbiergulasch mit Thüringer Klößen. Und jetzt hat er es, sicher verpackt in einem Reiseköfferchen, ins schöne Sachsen-Anhalt zu mir geschafft. (An dieser Stelle nochmals lieben Dank an Petra von Obers trifft Sahne, die mir als Geschenk ein sehr hübsches Kulturtaschen-Set mitgeschickt hat! :)

Baumkuchen mit Zuckerguss aus Sachsen-Anhalt | Foodblog rehlein backt

Die Rezeptfindung

Nun bin ich nicht gebürtig aus Sachsen-Anhalt und hätte eigentlich gern für meine Heimat Hessen den Kochlöffel oder Schneebesen geschwungen, doch da ist mir die liebe Andrea von Zimtkeks und Apfeltarte leider zuvor gekommen. So musste ich erst mal ein wenig recherchieren, um ein für mich geeignetes, typisch sachsen-anhaltinisches Rezept zu finden. Die erste Idee, Prilleken, fiel direkt raus, da ein anderer Blogger das Schmalzgebäck – natürlich unter anderem Namen – bereits für sein Bundesland gesichert hatte. Tja, viele Spezialitäten beschränken sich eben nicht nur auf eine Region.

Im Anschluss zog ich dann doch das eigentlich Naheliegenste in Betracht, denn für kaum etwas ist Sachsen-Anhalt so bekannt wie für den Baumkuchen. Den hatte ich zu Beginn aus zweierlei Gründen verworfen: Zum einen ist Baumkuchen eine konditorische Königsdisziplin und nicht nur knifflig, sondern auch ganz schön zeitintensiv. Zum anderen wird er schlicht nicht in einem Kochtopf zubereitet. Mir war dann aber schnell klar, dass ich um den Baumkuchen nicht herumkomme, immerhin befindet sich mit dem Städtchen Salzwedel einer der Baumkuchen-Hot-Spots in Sachsen-Anhalt. Das hat zur Folge, dass man bei uns in Magdeburg das ganze Jahr über Baumkuchen in den Bäckereien bekommt, auch wenn das Gebäck bundesweit bevorzugt in der Adventszeit serviert wird. Weswegen es mir jetzt auch einfach mal schnurzpiepegal ist, dass wir Mai haben - Baumkuchen geht immer! ;)

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