Mittwoch, 8. August 2012

Meine ersten Cake Pops!

Oh wie lange schon will ich mich an dieses Experiment wagen - Kuchen in Lolliform! Gestern endlich war es dann soweit und hiiiiier sind sie, meine allerersten Cake Pops! Handgeformt, -schokoliert und eingestreuselt.


Ein bisschen Aufwand machen diese kleinen Kuchenbällchen schon, aber ich versichere euch, dass es sich lohnt. Sie sind unglaublich lecker! Schon beim Zerkrümeln des Kuchens war ich ständig am Naschen und auch der Frosting-"Teig" war sehr verführerisch. Der Schokoguss ist mir nicht wie gewollt gelungen, wahrscheinlich ist die Schokolade zu heiß geworden. (Hat jemand Tipps, wie man diese OHNE Therometer richtig temperiert??) Bunte Streusel retten aber alles und meine Verkoster waren begeistert. Die Cake Pops sind nicht zu süß und haben ein wunderbares Aroma. Das Rezept ergibt etwa 30 Stück.

Zutaten für den Teig
125g zimmerwarme Butter
80g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
250g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
125 ml Milch

Zutaten für das Frosting
40g zimmerwarme Butter
150g Crème Fraîche
110g Puderzucker
Etwas Vanilleextrakt

Zutaten für die Schokoglasur
2 Pck. Kuvertüre
Zuckerstreusel nach Wahl


Zubereitung
Rührt die Butter für den Teig schaumig, gebt die beiden Zuckerarten sowie die Eier nach und nach zu und mixt alles gut durch - die Masse sollte schön cremig werden. Mischt dann das Mehl mit dem Backpulver und mengt es unter die Butter-Ei-Zucker-Mischung. Gebt die Milch dazu und verrührt alles ordentlich. Den Teig gebt ihr in eine mit Backpapier ausgelegte Springform und schiebt sie bei 180 °C für 40 bis 50 Minuten in den Ofen. Auskühlen lassen.

Für das Frosting schlagt ihr zunächst die Butter schaumig weiß und gebt das Crème Fraîche dazu. Siebt den Puderzucker drüber, träufelt den Vanilleextrakt ein und verarbeitet alles mit dem Handmixer zu einer glatten Creme.

Und jetzt wird's lustig! Nehmt euch eine große Schüssel und zerkrümelt den Kuchen darin. Fein säuberlich. Die knusprigen Randstücke könnt ihr sofort wegnaschen, sie eignen sich nicht sonderlich gut für die Cake Pops. (Wer einen reinen, hellen Teig haben möchte, sollte alle gebräunten Teile des Kuchens außen vor lassen. Ergo: Aufessen!) Gebt nun esslöffelweise das Frosting dazu. Sobald sich der Teig gut formen lässt, ist die Masse fertig und ihr solltet nichts mehr von der Creme untermischen.

Formt nun etwa tischtennisballgroße Bällchen und legt diese mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech bzw. Brettchen und stellt dieses für knapp 10 Minuten ins Eisfach oder alternativ 30 Minuten in den Kühlschrank.

Schmelzt derweil die Schokolade im Wasserbad. Taucht die Cake Pop-Stiele etwa 1 cm tief in die flüssige Schoki und steckt sie bis circa zur Hälfte in die Kuchenbällchen. Dann noch mal für fünf Minuten ins Eisfach damit.

Anschließend taucht ihr die Cake Pops in die Schokolade, wendet sie darin bis das gesamte Bällchen gut überzogen ist und steckt sie in einen mit Alufolie umwickelten Styroporblock. Streuselchen drauf, trocknen lassen. Fertig!

Zum Verschenken kann man die Cake Pops in transparente Folie einwickeln und mit einem hübschen Schleifchen versehen.



Dies ist ein super Basis-Rezept, das man leicht variieren kann. Ihr könnt Kakao in den Teig geben (dann aber ein kleines bisschen mehr Zucker sowie einen Schwung Milch zugeben!), ihn mit Lebensmittelfarbe einfärben, einen anderen Schokoüberzug wählen und Streusel nach Laune. Google bietet viele weitere Deko-Ideen.

Nächstes Mal gibt es dann übrigens was richtig Hübsches: Ich habe mir eine dieser coolen Cake Pop-Molds in Cupcake-Form bestellt und sie ist bereits unterwegs! Ich bin gespannt und aufgeregt, denn die Cake Pops waren so yummy, dass ich unbedingt wieder welche haben möchte! Ich denke aber, dass es dann auch innen schokoladig wird ...

Kommentare:

  1. Ein bisschen Aufwand? Ich und eine Freundin haben vor gut einem dreiviertel Jahr für einen Kuchenbasar in der Schule welche gemacht und wir standen bestimmt sechs Stunden in der Küche (für ca. 70 Cake Pops) und waren erst gegen Mitternacht fertig, wo wir doch am nächsten Tag früh aufstehen mussten. Das war ein Horrorabend, auch wenn die Dinger verdammt lecker waren. Wenn ich mein Cake Pop-Trauma irgendwann überwunden habe, könnte ich mir das wirklich wieder überlegen. Jedoch nur wenn ich genug Zeit habe und weniger dabei rumkommen müssen. Bis dahin gibt's lieber Muffins und Kuchen. Das ist nämlich wirklich nur ein bisschen Aufwand. (^__^)
    Liebe Grüße,
    Karo

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    1. Vielleicht klingt "ein bisschen" tatsächlich etwas untertrieben. Die meiste Arbeit hat man mit dem Formen der Teigbällchen und dem Überziehen mit Schoki. Allerdings habe ich nur knapp 30 Bällchen machen müssen und keine 70 - das ist ein ganz schöner Unterschied! :D Das Trauma kann ich verstehen. ;) Wenn ich jetzt schätzen müsste ... ich glaube, ich habe insgesamt etwa zwei Stunden damit zugebracht. Aber es hat sich soooo gelohnt! <3

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  2. Das steht bei mir auch noch an. Die Stiele habe ich schon. Weiße Schokolade ist manchmal eine kleine Diva. ich schmelze sie immer ganz langsam über einem Wasserbad.

    Ich freue mich immernoch wie Bolle über meine ersten Mini-Cupcakes. Sie sind super geworden. Danke nochmal für den Tipp mit der Form. :D

    Liebe Grüße, Miss B.

    http://missblueberrymuffin.blogspot.de/

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    1. Mini-Cupcakes sind super! Freut mich, dass du so begeistert bist. :)

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  3. Hmmm, yammy... wann sind die lecka Dinga bei mir?

    Liebe Grüße
    Elly

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  4. Also wir temperieren bei uns im Betrieb immer nach Gefühl, sprich wenn die Schokolade sich kälter anfühlt als die Lippe (sprich- mit dem löffel voll schokolade kurz an die Lippe gehen und testen wie kalt sie ist) dann ist sie fertig temperiert. Aber wir tablieren die auch, auf Marmortischen. Ich weiß gar nicht ob du mit dem hier alles was anfangen kannst :D

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    1. "Tablieren" höre ich zum ersten Mal. :D Ist damit das langsame Runterkühlen gemeint? Kenne ich aber eigentlich nur von Bonbonmasse und nicht von Schokolade. Wieder was gelernt! Und jetzt muss ich mir gleich dein Blog anschauen, ob da noch mehr Profi-Tipps zu finden sind. ;)

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    2. Hab deinen Tipp mit dem Temperaturtesten an den Lippen heute ausprobiert und die Schokolade auch gaaaanz langsam geschmolzen - ich glaube, das war ganz gut! Allerdings habe ich die Kuvertüre nur zum Besprenkeln genutzt und nichts damit zu überziehen versucht. Bei meinen nächsten Cake Pops wird sich zeigen, ob es hinhaut. Danke jedenfalls! ;)

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  5. Irgendwann, wenn ich ganz einsam und alleine und schrecklich hungrig auf etwas süßes bin, sehe ich mich in der Küche stehen und Cake Pops backen. Zuvor werde ich mich davon wohl noch fern halten xD

    Ich habe gesehen, dass es bei Rewe inzwischen so etwas ähnliches wie Cake Pops angeboten wird - Kuchen am Stiel.

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    1. Willst du mir damit sagen, dass nur einsame Menschen ohne Freunde Cake Pops backen?! XD Ein Verzweiflungsgebäck. :P Aber bevor du die fertigen Dinger im Rewe kaufst, solltest du wirklich selbst welche machen! ;)

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    2. Nein, das meinte ich nicht! T___T Entschuldige, so habe ich das nicht gemeint <3
      Irgendwie bin ich momentan total back faul, ich glaube einfach bei mir muss der Herbst anbrechen damit ich wieder anfange zu backen xD
      Fühl dich gedrückt!

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    3. Gerade noch mal gerettet meine Liebe! ;D <3

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  6. Ich hatte übrigens die gleichen Probleme mit der Kuvertüre und bin deswegen auf KuchenGLASUR umgestiegen. Es soll aber auch ein Stück Kokosfett helfen, habe ich aber noch nicht getestet.

    Lg Zuckerchen

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  7. Yeah, Glückwunsch zu deinen ersten Cake Pops! Ich hab mich auch wie bekloppt gefreut, als ich meine erste Fuhre in der Küche stehen hatte. Inzwischen hab ich die leckeren Dinger schon öfter gemacht, aber ich muss mich meinen Vorrednern anschließen: "ein bisschen aufwändig" ist es tatsächlich :-)

    Übrigens sahen meine ersten Cake Pops völlig verunglückt aus. Traurige kleine Kuchenklumpen mit Rissen in der Kuvertüre, die nicht am Stiel halten wollten und auf die Tischplatte geplumst sind. (Geschmeckt haben sie trotzdem!)

    Deine sind aber wirklich hübsch!

    LG
    Carina

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  8. Ich finde sie toll. Will sie schon lange mal machen.
    LG
    Martina

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  9. Oh und du hast einen Award bekommen =)
    Klick

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  10. Hallo Bambi und all die anderen,

    ich bin durch Zufall auf deinem Blog gelandet und muss sagen, dass ich ihn echt schön finde und bestimmt öfter besuchen werde um mir neue Anregungen fürs Backen zu holen :)

    Ich selbst backe sehr gerne und bin seit ein paar Jahren auch selbstgemachten Pralinen verfallen, daher kann ich hier vielleicht von meinen Erfahrungen mit dem Temperieren von Schokolade berichten.

    Schokolade zu schmelzen, ist definitiv ein Ding für sich und auch mir gelingt es leider nicht immer. Generell empfiehlt es sich, gut die Hälfte der Schokolade über dem Wasserbad zu schmelzen (wichtig hierbei: die Schale sollte nicht direkt im Wasser hängen, sondern wirklich nur im Dampf, sonst wird es zu heiß). Die andere Hälfte sehr fein hacken (oder sogar reiben) und dann nach und nach zu der flüssigen Schokolade geben. Immer schrittweise, damit die Schokolade nicht zu schnell runterkühlt und sich die Schokoraspeln dann nicht mehr auflösen…in diesem Fall müsste erneut die Schoki vorsichtig erwärmt und erneut abgekühlt werden. Dann die Schoki noch ein paar Minuten stehen lassen, dabei aber regelmäßig umrühren, damit sich die Kakaobutter nicht absetzt – dann wird die Schoki matt und grau.
    Der Tipp die richtige Temperatur an der Lippe zu testen ist nicht schlecht, aber die Wahrnehmung ist wohl auch bei jedem anders. Um zu schauen ob die richtige Temperatur erreicht ist, kann man auch ein wenig Schokolade auf einen Teller oder Löffelrücken geben. Ist die richtige Temperatur erreicht, sollte die Schokolade recht fix anziehen, fest werden und glänzen. Ist sie nach 3 Minuten immer noch flüssig, ist sie noch zu heiß und würde dann beim Trocknen grau und matt werden.
    Wenn man beim Schmelzen von Schokolade ein wenig Sahne dazu gibt, wird alles ein wenig cremiger und bricht nicht beim reinbeißen oder schneiden.

    Den Tipp mit dem Kokosfett hab ich auch schon probiert, muss aber sagen, dass die Schokolade dann immer noch sorgsam behandelt werden muss….oder ich hab mich zu dumm angestellt.

    Bei Kuvertüre in Blockform muss ähnlich vorgegangen werden. Habe zwar auch schon von vielen gehört, dass es damit angeblich immer super funktioniert - einfach rein in den Topf, überziehen und fertig. Kann ich leider nicht bestätigen…auch hier musste ich mir immer bei der Verarbeitung Mühe geben, dass sie nicht grau wird. Vorteil hier: Kuvertüre ist flüssiger und eignet sich somit gut zum Überziehen und Tauchen.

    Soll es mal ganz fix gehen, empfiehlt sich Kuchenglasur in diesen Plastiktöpfchen oder –tüten. Diese ist auch schön flüssig und erstaunlicherweise hat diese Glasur immer einen tollen Glanz, obwohl ich das Töpfchen einfach nur lieblos in den Wassertopf werfe :) Finde es geschmacklich auch vollkommen in Ordnung.

    So, nun hab ich ja doch einiges geschrieben…ich hoffe es langweilt nicht all zu sehr und hilft dem ein oder anderen vielleicht ein wenig!

    LG Martina

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    1. Oh WOW! Vielen lieben Dank für diese lange Beschreibung!!! Tatsächlich sitzt bei mir die Schmelzschüssel immer IM Wasser und nicht darüber. Hätte nicht gedacht, dass das schlimm ist. Aber stimmt, das Wasser ist mit an die 100 Grad natürlich viel zu heiß für die Schokolade! Wenn ich das nächste Mal Schoki schmelzen möchte, lese ich mir definitiv noch mal deine ganzen Tipps durch! DANKESCHÖN! :)

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    2. Kein Ding, freut mich wenn ich helfen konnte :)

      Glückwunsch übrigens zum Hundebaby - mein Langhaar-Chihuahua Tequila ist inzwischen schon 6 Jahre alt, aber immer noch total aufgedreht und einfach nur zum Knuddeln ;)

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    3. :D Wir hatten mal einen Kanarienvogel namens Tequila - die anderen beiden hießen Wodka und Capari Orange. Meine Chi-Hündin ist auch unglaublich süß, allerdings auch ein kleines Prinzesschen. Sie zu erziehen gestaltet sich tatsächlich schwieriger als bei unseren anderen Hunden zuvor. Aber mein Dickkopf ist stärker und ich werde gewinnen! ;)

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  11. So ein schöner Blog! Und hilfreich dazu! Beim googeln nach Bestellmöglichkeiten der Lecker Bakery 2 auf deinen Blog gestossen..Vol.2 ist nämlich hier überall schon weg. Nun denn, bringt der Breifträger halt die neue Sammlung.
    btw. Kuchenglasur schmilzt und glänzt so toll, weil da ja vor allem Fett drin ist und möglichst wenig Schokolade.
    Ich schmelze mittlerweile direkt im Topf auf kleinster Hitze. Mit einem schlecht leitenden Topf und einem wachsamen Auge klappt es hervorragend und mit dem runterkühlen mit noch nicht mitgeschmolzener Schokolade klappt das dann auch super. Freu mich auf weitere Entdeckungen hier! ;)

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  12. Ich weiß nicht, ob das schon jemand geschrieben hat, aber beim Schokolade schmelzen muss man das Gefäß, in dem sich die Schokolade befindet noch anfassen können, darf sich dabei also nicht die Finger verbrennen. Außerdem muss es dringend im Wasserbad geschmolzen werden, auf keinen Fall direkt im Topf.
    Und der Blog ist echt super! Freue mich schon auf weitere Rezepte!

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  13. Bei meinem ersten Versuch Cake Pops zu machen hat es auch eeeewig gedauert und dabei auch nicht alles so super geklappt :D
    Zum Glück wusste ich von dem Zeitaufwand und hatte zum Glück auch kein Ereignis, wofür sie fertig sein mussten.
    Alles zu dem chaotischen Versuch: http://sparkling-secrets.blogspot.de/2013/02/backen-cake-pops.html

    :D

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Kommentare sind wie Sahnehäubchen auf einem leckeren Stück Kuchen - Danke, dass du ein paar süße Worte dalässt! ♥♥♥

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