Freitag, 23. Oktober 2015

[Rezept] Spinattarte à la Mutti [und] Warum es manchmal doof ist, Foodblogger zu sein

Ich bin wirklich unglaublich gerne Foodbloggerin. So kombiniere ich zwei meiner liebsten Leidenschaften - Backen und Schreiben - miteinander und lerne stetig Neues. Sowohl was das Backen angeht, als auch die technischen und gestalterischen Dinge, die ein Blog unweigerlich mit sich bringen. Und das alles macht sooo Spaß! Meistens.

Denn es ist natürlich nicht alles fein am Bloggen.

Manchmal stört es mich, mich stundenlang in Programmierkram einlesen zu müssen, nur um am Ende eine minikleine Änderung auf dem Blog zu haben, die keinem außer mir auffällt.

Manchmal stresst es mich, wenn noch kein Beitrag geplant ist, ich aber auch keine Lust habe, einen zu schreiben. (Auch das kommt vor.) Dann erinnere ich mich aber einfach wieder an den Grundsatz: Mein Blog, meine Party. Und lasse das Blog Blog sein.  Ich backe und schreibe, wenn ich Lust dazu habe und basta.

Manchmal … nein, das ist gelogen. Es ist IMMER ätzend, sein Blog und seine gesamte Arbeit daran auf geltende Gesetze auszurichten. Klar, auch das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Und dauernd werden neue Rufe in den Bloggergruppen laut, was man doch alles machen muss, darf, kann und sollte. Vieles davon stimmt nicht – und die Spreu vom Weizen zu trennen, ist oft nur mit langwieriger Recherche möglich. Macht keinen Spaß.

Was aber ist das mit Abstand alleralleraller Blödeste daran, ein Foodblogger zu sein? Zwei Punkte.

Spinattarte aus dem Mutti-Magazin | Foodblog rehlein backt

Erstens: Wenn das Werk fertig ist, kann man nicht – wie man eigentlich gerne möchte – sofort die Zähne reinschlagen und alles aufmampfen, nein, denn zuerst will ein Set aufgebaut, alles schön angerichtet und das Gebäck aus drölfzig Perspektiven abgelichtet werden. Ein wahres Geduldsspiel mit meinem inneren Schweinehund, der eigentlich JETZT SOFORT probieren möchte.

Zweitens: Sobald es daran geht, die eben erwähnte Leckerei in einen Blogpost zu verwandeln – was bei mir oft erst nach ein paar Wochen der Fall ist – überfällt einen die Erinnerung an den Duft, den Geschmack und man bekommt augenblicklich nen mordsmäßigen Kohldampf. Aber alles was man hat, sind die Fotos, die es nun zu bearbeiten gilt. Mit durchgehend knurrendem Magen. Tortur!

Wenn ich Glück habe, ist im Moment aber anderer Kuchen da und ich kann meinem Schmacht nachgeben… und da ich – wie wunderbar - dauernd backe, ist eigentlich fast immer was Leckeres in der Küche. Jipieh!

Während ich also diesen Beitrag zur leckersten Spinattarte aus dem Mutti-Magazin 01/2015 schreibe, esse ich die beste Kürbiscremesuppe der Welt (nach einem Rezept meines Großonkels) und zum Nachtisch ein Stück vom Zartbitter-Schokokuchen mit Birnen und Salzkaramellsoße. Den habt ihr bereits letzte Woche hier auf dem Blog bestaunen dürfen.

Insgesamt kann ich also sagen: Das Tollste daran, Foodblogger zu sein, ist Foodblogger zu sein. :)

Zutaten für den Mürbteigboden:

250g Mehl
½ TL Salz
150g kalte Butter
1 Ei
5 EL heller Essig

Zutaten für die Füllung:

2 Zwiebeln
1 EL Öl
700g frischer oder TK-Blattspinat
Salz
Pfeffer
5 Eier
250g Sahne
Muskat
Käse
ggf. Sonnenblumenkerne

Spinattarte aus dem Mutti-Magazin | Foodblog rehlein backt

Zubereitung:

Beginnt mit dem Teig für den Boden. Verknetet dafür alle Zutaten flott per Hand, rollt den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche aus und kleidet eine Tarte- oder Springform damit aus. Der Rand sollte ca. 3-5 cm hoch sein. Stellt die Form erst mal in den Kühlschrank, bis sie wieder zum Einsatz kommt. Schon mal den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nun geht’s an die Füllung. Dafür die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel hacken. In einem Topf mit dem Öl anschwitzen. Dann den Spinat und 5-6 EL Wasser zugeben. Deckel drauf und ca. 15 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und in einem Sieb die Flüssigkeit abtropfen lassen.

Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und den Teigboden mit Backpapier bedecken. Backerbsen oder getrocknete Erbsen darauf verteilen und ab damit in den Ofen. 15 Minuten blindbacken, dann das Papier samt Erbsen entfernen und noch mal 5 Minuten so backen.

Derweil die Eier und die Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Jetzt den Spinat auf dem Mürbteigboden verteilen, darauf dann die Eiermilch gießen. So viel Käse wie ihr mögt darüber reiben, ggf. Sonnenblumenkerne drauf streuen – und wieder in den Ofen damit. Die Tarte braucht in etwa 25 Minuten, bis sie durch und schön gebräunt ist. Und dann: Reinhauen! Ohne doofe Fotos davor. ;)

Kommentare:

  1. Guten Abend, liebe Rebecca!
    Dein Rezept klingt echt lecker, vor allem aber finde ich deine Eingangsworte richtig gut. Du bist nicht die einzige, die sich solche Gedanken macht und ich finde es toll, dass es mal ausgesprochen wird :)
    Ich finde, das könnte auf mehr Blogs passieren - einfach mal ehrliche, reale Worte und mal gar nix beschönigt, sondern einfach so gesagt, wie es ist :)

    Vielen Dank für diese Worte!
    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende!
    Elsa :)

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    Antworten
    1. Hallo Elsa,

      danke dir, es freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt! Ich bin ein kleiner Verfechter von Authentizität und Transparenz, darum gibt es bei mir auch öfter mal so was zu lesen - genauso wie EHRLICHE Meinungen zu neuen Backbüchern oder anderem Kram. Da lege ich großen Wert drauf. Wunderbar, dass es geschätzt wird. :)

      Liebst, Rebecca

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Kommentare sind wie Sahnehäubchen auf einem leckeren Stück Kuchen - Danke, dass du ein paar süße Worte dalässt! ♥♥♥

PS: Negative anonyme Kommentare werden nicht freigeschaltet.

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