Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezept] Nutellastern bzw. Nutellablume

Nutellastern nach dem Rezept vom Bake Club | Foodblog rehlein backt

Kennt ihr den schon? Vermutlich ja. Es ist bereits eine Weile her, dass der Nutellastern bzw. die Nutellablume die Blogs geflutet hat. Ich wollte ihn auch schon längst mal gebacken haben, doch irgendwie ging das Vorhaben unter. Als ich aber neulich das Rezept vom Bake Club in meiner Lesezeichenliste wiederentdeckt habe, gab es kein Halten mehr. Und ich bin auch absolut begeistert vom Ergebnis! Der Hefeteig war unvergleichlich locker und ließ sich toll verarbeiten. In Kombination mit der Nutella wirklich ein kleines Träumchen. Und ich fand, dass die Optik auch wunderbar zum Advent passt. <3  Ich habe statt der Trockenhefe frische verwendet und den Zucker im Teig etwas reduziert. Für die Originalangaben schaut am besten im Kanal nach.

Tipp: Noch weihnachtlicher wird der Stern, wenn ihr etwas gemahlenen Zimt oder Weihnachtsgewürz in die Nutella gebt. Viel Spaß beim Backen und Naschen!

Freitag, 2. Dezember 2016

[Rezept] Weihnachtliche Gewürzschnecken mit Nuss-Füllung und Sharonfrüchten + Sweet Pies leckerer Adventskalender

Juhu, endlich ist sie wieder da: Die Adventszeit! Für mich bedeutet das, leckere Plätzchenrezepte ausprobieren, alte Märchenfilme schauen (mein Liebling ist seit Jahren schon Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*), bunte Weihnachtsbeleuchtungen bewundern und den gemütliche Tagen mit der Familie entgegenfiebern. Und das tatsächlich tiefenentspannt, denn:

Das erste Mal überhaupt wird es dieses Jahr keine Geschenke bei uns geben.

Mein Freund und ich haben diese Tradition kurzerhand abgeschafft. Stattdessen bringt nun jeder einen Teil des Weihnachtsessens mit und wir erfreuen uns einfach daran, gesund und zusammen zu sein. Denn darum geht es doch an Weihnachten! Außerdem erspart sich so jeder viel Stress – besonders aber die Mamas und Omas, die bei uns bisher fast allein für das Festmahl verantwortlich waren.

Gewürzschnecken mit Nuss-Sharonfrucht-Füllung zu Weihnachten | Foodblog rehlein backt

Selbstverständlich bin ich hauptsächlich für die süße Verpflegung während der Feiertage zuständig und teste darum aktuell einige Rezeptideen. Diese Gewürzschnecken mit Nuss-Füllung und Sharonfrüchten kamen bei den Testessern richtig gut an und stehen daher auch ziemlich weit oben auf der Weihnachtsbackliste! Der Teig ist wunderbar luftig und Dank der Füllung saftig, die Gewürze bringen Schwung rein und die Sharonfruchtstücke machen wirklich etwas Besonderes aus den Hefeschnecken. Zusätzlich mit frischen Fruchtscheiben garniert, machen sie auf der Weihnachtstafel auch optisch echt was her.

Übrigens bin ich sehr stolz, heute Teil des Adventskalenders von Nadine von Sweet Pie  sein zu dürfen! Dort erwartet euch jeden Tag ein leckeres Rezept, also gleich mal rüber klicken und Lesezeichen einrichten:

Foodblogger Adventskalender 2016 von Sweet Pie

Sonntag, 27. November 2016

[Rezept] Weihnachtlicher Schokoladen-Gewürzkuchen

Dieser Kuchen war unser erster Weihnachtsbote und ein Wunsch meines Freundes. Er wünscht sich sonst nie Gebackenes, weil er leider nicht so fanatisch nach Süßem ist wie ich, daher habe ich mir besonders viel Mühe gegeben! Es war außerdem bereits Jahre her, dass ich Gewürzkuchen gegessen habe, und ohhh mhhhh diesen Schatz hätte ich wirklich früher backen sollen! Er ist zwar schlicht, aber schmeckt nach Weihnachten, Kerzenschein und Liebe. Nachbacken ist also dringend empfehlenswert! Schönen ersten Advent euch! :)

Weihnachtlicher Schokoladen-Gewürzkuchen mit Guss | Foodblog rehlein backt

Sonntag, 20. November 2016

[Rezension] New York Sweets + [Rezept] Cheesecake-Swirl-Brownies

Wer mich kennt, weiß, dass es einer meiner größten Träume ist, einmal nach New York zu fliegen. Dort will ich den ganzen Tag durch die Stadt laufen, all die Milliarden Eindrücke in mir aufnehmen und mich nebenbei durch alle Boroughs futtern, bis ich kugelrund bin. Da das bisher aber leider noch nicht geklappt hat, begnüge ich mich damit, amerikanische Rezepte zu backen und mir so die süßen Leckereien einfach zu mir zu holen. Für dieses Vorhaben ist meine neueste Errungenschaft im Backbuchregal geradezu I-DE-AL:


New York Sweets von RoyFares – Meine Rezension plus Rezepttest: Cheesecake-Swirl-Brownies | Foodblog rehlein backt

Es ist bereits sein zweites auf Deutsch erschienenes Buch und schon das erste fand ich grandios! (Alle Infos dazu hier: Rezension United States of Cakes.) Während Roy uns im ersten Werk an die Westküste der USA führte, geht es diesmal an die Ostküste, genauer: Nach New York. Das Buch enthält Rezepte, die durch diese wunderbare Stadt inspiriert sind. Klingt vielversprechend, oder? Aber dazu gleich mehr, zunächst schauen wir uns das gute Stück einmal an!

Sonntag, 13. November 2016

Donuts mit Zimtzucker – ganz klassisch: Knusprig, saftig und super fluffig! Plus leckere Upgradetipps!

Dass ich dieses Rezept gebacken habe, ist bereits eine ganze Weile her. Irgendwie habe ich es bisher aber komplett verpennt, es euch mitzuteilen! Eine Schande, denn gute Basisrezepte sind das A und O jeder heimischen Backstube und diese Donuts wirklich unglaublich lecker! Es handelt sich um ganz klassische, sehr luftige Hefedonuts, die beim Frittieren eine tolle Kruste bekommen und dabei innen saftig bleiben. Frisch in Zimtzucker gewälzt schmecken sie unsagbar gut. Sie brauchen in der Zubereitung zwar ihre Zeit, aber das Ergebnis wird euch für das lange Warten entschädigen, versprochen!

Zimtzucker-Donuts | Foodblog rehlein backt

Upgradetipps: Wer mag, kann die Donuts zusätzlich noch mit Nutella, Pudding und/oder Gelee füllen. Oder ihr lasst den Zimtzucker weg und glasiert sie. Mit Gewürzen und Lebensmittelfarbe bekommt die Glasur den besonderen Kick. Noch ein paar Zuckerstreusel als Deko on top, geil! Und Mutige versuchen es mal mit kandiertem Bacon und Pfeffer.

Sonntag, 6. November 2016

Goldene Milch | Kurkuma Latte [Aryuveda-Rezept]

Auch wenn der Herbst in meiner romantischen Vorstellung meist total kuschelig-gemütlich ist, ist er in der Regel einfach nur eins: Viel. Zu. Kalt. Und mit den Temperaturen sinkt dann bei einigen auch gern mal die Leistung des Immunsystems. In unserer Agentur haben wir die erste Erkältungswelle relativ gut überstanden und dass mich die Viren nicht noch mehr umgeworfen haben, verdanke ich mitunter diesem wunderbaren Getränk:

Der goldenen Milch.

Viele von euch kennen sie vermutlich schon, aber für mich ist sie die Entdeckung der letzten Wochen! Die güldene Farbe rührt vom enthaltenen Kurkuma her, der entzündungslindernd und schmerzstillend wirken soll – ideal also bei Halsschmerzen. (Außerdem wurde wissenschaftlich belegt, dass das Curcumin im Kurkuma krebshemmend wirkt und da Kurkuma ein Ingwergewächs ist, ist er auch für die Verdauung gut.) Auch das Kokosöl ist für seine zahlreichen positiven Eigenschaften bekannt und hat bei mir längst einen festen Platz in Küche (und Bad) gefunden.

Goldene Milch | Kurkuma Latte | Golden Milk | Foodblog rehlein backt

Der Geschmack der Kurkuma Latte war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, denn die bitter-herbe Note des Gewürzes kommt doch stark durch. Mittlerweile suchte ich das Zeug regelrecht! Durch die süße Nussmilch und das leckere Kokosaroma kann eine Tasse Goldene Milch auch prima als gesunder Süßigkeitenersatz hergenommen werden, denn danach fühlt man sich einfach mollig-warm, satt und zufrieden. Angeblich soll das Getränk auch den Geist wecken, aber für mich funktioniert es eher als Entspannungs-Drink vorm Zubettgehen.

Versucht einfach aus, wann euch die Goldene Milch am besten tut! Trinkt sie zur Vorbeugung von Krankheiten und wenn es euch bereits erwischt hat, trinkt einfach noch mehr davon. (Ich habe zwei große Tassen pro Tag getrunken, als ich erkältet war.) Ich hoffe, sie schmeckt euch genauso gut wie mir!

Sonntag, 30. Oktober 2016

Kulinarische Stadttour durch Frankfurt-Sachsenhausen mit eat-the-world.com [rehlein unterwegs]

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Wenn ich neue Länder oder Städte erkunde, gehört es für mich unbedingt dazu, örtliche Spezialitäten und besondere Lokale sowie Cafés auszuprobieren. Ich finde das unglaublich spannend und inspirierend und von jedem Trip nehme ich etwas mit! Aus Neuseeland zum Beispiel das Rezept für das schokoladigste Etwas, das ich bis dato gegessen hatte und meine To-eat-List für Irgendwann-mal-New-York ist schier endlos. Wie ihr wisst, bin ich vor ein paar Wochen ins Rhein-Main-Gebiet gezogen. Da ich gebürtige Hessin bin, kenne ich zwar die typischen Gerichte der Region schon größtenteils, doch als die Anfrage von eat-the-world.com kam, ob ich an einer ihrer Stadtführungen teilnehmen möchte, war ich sofort neugierig.

Schweizer Platz, Frankfurt-Sachsenhausen, Deutschland | Foodblog rehlein backt
Schweizer Platz, Frankfurt-Sachsenhausen

Sonntag, 23. Oktober 2016

#fbm16 – Mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse 2016 [rehlein unterwegs]

Mit Menschen überfüllte Gänge, viel Kunstlicht, das eine oder andere Fernsehteam und ein Haufen Bücher – damit wäre eigentlich schon fast alles über einen Tag auf der Frankfurter Buchmesse gesagt. Und aus Erfahrung weiß ich: Das ist jedes Jahr so. Wenn es nicht auch jedes Mal so uuunglaublich interessant wäre, sich durch all die Neuerscheinungen zu wühlen, würde ich mir den Tumult und die Reizüberflutung wohl nicht immer wieder geben. Doch die Neugier hat zum Glück erneut gesiegt, besonders da ein lange ersehntes Kennenlernen mit dem frischgebackenen Backbuch-Autor Kevin von Law of Baking winkte. (Übrigens live genauso sympathisch wie online!)

Wer sich allerdings an dieser Stelle auf viel Text gefreut hat, den muss ich leider enttäuschen. Meine Schwägerin in spe und ich sind heute unzählige Kilometer über die bunten Teppiche geschlendert, weswegen ich nun sehr, sehr erschöpft bin und außerdem ziemlich sicher, dass unser Sofa schon ganz laut nach mir ruft. Also belasse ich es bei einem eher kurzen Post mit Bildern – obwohl ich wirklich ein paar nette Storys parat hätte: Von mich zu Tode erschreckenden Sherlock-Holmes-Verschnitten etwa oder von verrückten Professoren mit einer Vorliebe für Gurken und ausgestopfte Gruselfüchse; von Weltallflügen, verpassten Autogrammstunden, spontanen Herrentoiletten-Besuchen der Marke „Augen zu und durch“ und einem Meet & Great von Prinzessin Elsa, Baymax und Spiderman. Aber dafür fehlt mir jetzt einfach die Energie, darum überlasse ich den Rest einfach eurer Fantasie. ;)


Sonntag, 16. Oktober 2016

[Leckerer Roman] Liebe, Zimt & Zucker + Gewinnspiel [PLUS] Was mein Zimtschneckenkuchen mit diesem Buch zu tun hat

Heute mal kein Kuchenrezept von mir, doch dafür lasse ich eine vor einer Ewigkeit ins Leben gerufene Blogkategorie wieder aufleben! Vor etwa drei Jahren hatte ich mit Sabrina von Zimtzauber und Zuckernebel „leckere Rezensionen“ veröffentlicht – zu Romanen, in denen süße Leckereien eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Leider ist diese schöne Idee irgendwie in Vergessenheit geraten, doch dank Autorin Julia Hanel lest ihr hier und heute die zweite Romanrezension auf meinem Blog. Und gewinnen könnt ihr auch was! Aber erst mal möchte ich euch erzählen, wie sich das alles ergeben hat und was genau mein Zimtschneckenkuchen damit zu tun hat…

Zimtschneckenkuchen, Zimtrollenkuchen | Foodblog rehlein backt

Sonntag, 9. Oktober 2016

[Rezept] Mit ohne: Glutenfreier Zwetschgenkuchen mit Streuseln

In meiner Schwiegerfamilie gibt es zwei Mitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen kein Gluten (=Klebeeiweiß in z.B. Getreide) vertragen. Mit so einer Diagnose ändert sich natürlich einiges und so musste Schwiegermama in spe plötzlich all ihre in Jahrzehnten verfeinerten Rezepte umstellen. Einfach war das nicht, denn glutenfreie Mehle haben völlig andere Backeigenschaften. Häufig war das Ergebnis deswegen zu feucht, zu trocken oder sank nach dem Backen in sich zusammen, weil die Stabilität einfach nicht da war. (Der Begriff „Klebeeiweiß“ kommt eben nicht von ungefähr.)

Aber wat muss, det muss und nach einer Vielzahl gescheiterter Experimente kann meine Schwiegermutter nun mit einer ganzen Palette wirklich guter, glutenfreier Rezepte aufwarten. Der Zwetschgen-Streuselkuchen war der erste, den auch der Rest der Familie lecker fand – weil er tatsächlich lecker war und nicht, weil man ihn aus Ermangelung an Alternativen gut finden musste. Wenn ihr versteht.

Glutenfreier Zwetschgen-Streuselkuchen | Foodblog rehlein backt

Rezepte für Menschen mit Unverträglichkeiten sind auf meinem Blog bisher kaum zu finden, obwohl die Nachfrage danach ja leider immer größer wird. Darum verrate ich euch heute mal dieses gelungene Rezept und hoffe, jemandem mit Glutenintoleranz damit vielleicht eine Freude machen zu können.

Freitag, 30. September 2016

[Rezept] Kürbis-Flammkuchen mit Walnüssen und Ahornsirup

Ich. Liebe. Kürbis. Kürbis in allen Variationen zu essen, ist eines meiner Herbst-Highlights. Mein Favorit ist die Kürbis-Karotten-Cremesuppe, dicht gefolgt vom simplen Ofenkürbis (letzterer ist auch deutlich einfacher zuzubereiten als die Suppe, die immer mehrere Stunden Arbeit kostet und die Küche jedes Mal in ein leuchtend oranges Schlachtfeld verwandelt).

Ein Upgrade des Ofenkürbisses ist der Kürbis-Flammkuchen, den ich neulich das erste Mal gemacht habe und  schon jetzt vergöttere. Hier trifft ein knusprig-dünner Teig mit Dinkelvollkornmehl auf klassischen Flammkuchenbelag plus knackige Walnüsse, karamellisierten Ahornsirup und butterweichen Hokkaido.

Ein Flammkuchen zum Sattessen und Wohlfühlen – ideal also für einen muckeligen Herbstabend vorm Fernseher.

Kürbis-Flammkuchen mit Walnüssen und Ahornsirup | Foodblog rehlein backt

Sonntag, 25. September 2016

[Rezept] Himmelblaues Kokos-Vanille-Cremetörtchen

Als ich neulich wegen unseres defekten Ofens nach Alternativen gesucht und dieses absolut köstliche Blaubeer-Zitronen-Cremetörtchen im Kühlschrank „gebacken“ habe, war ich davon so begeistert, dass ich kurz danach direkt das nächste Törtchen ausprobiert habe. Es sollte etwas Sommerliches sein, weswegen ich mich für Kokos entschieden habe – da denke ich direkt an weißen Sandstrand, Palmen und Sonne auf meiner Haut.

Die ergänzende Vanillenote in der Creme sowie die Farbe rühren von meinem zweiten Gedanken her: In dem Dorf in dem ich aufgewachsen bin (ein wunderschöner Luftkurort im Herzen der hessischen Rhön) gab es ein Eiscafé, das himmelblaues Vanilleeis verkauft hat. Dort habe ich es zuerst gesehen, mittlerweile gibt es dieses Eis überall mit sehr ähnlichen Namen: Engelsblau, Azurblau und Himmelsblau. Letzterer war auch der Name, den das Eis in „unserer“ Eisdiele trug. Und da mich genau dieses Eis durch viele, viele herrliche Sommertage meiner Kindheit begleitet hat, ist mein Kokos-Vanille-Törtchen blau.

Kokos-Vanille-Cremetörtchen | Foodblog rehlein backt

Für die schöne Farbe ist Lebensmittelfarbe verantwortlich (ich benutze diese hier*), aber ihr könnt sie auch einfach weglassen und ein weißes Kokos-Törtchen machen. So oder so ist dieses Törtchen ideal, um noch ein wenig Sommer zu genießen, bevor der Herbst ganz da ist.

Habt einen ganz fabulösen Sonntag, meine Herzis! 

Sonntag, 18. September 2016

[Rezept] Tassenmarmorkuchen | Marble Mug Cake

Wie ihr wisst, bin ich großer, großer Fan vom schnellen Backen. Einfache Rührkuchen, flotte Kühlschranktorten und Tassenkuchen haben es mir echt angetan. Besonders die Tassenkuchen, da sie unschlagbar fix gemacht sind und man dafür nur wenige Zutaten benötigt. Die Dinger sind einfach perfekt für den ganz spontanen Kuchenjieper und außerdem leicht abzuwandeln. Ich liebe es, neue Rezepte zu entwickeln und dabei mit den Zutaten zu spielen. Dieses Mal allerdings habe ich nach fremdem Rezept gebacken, da mir neulich ein tolles Rezensionsexemplar* ins Haus geflattert kam. Und als erstes wurde daraus der Marmorkuchen getestet.

Tassenmarmorkuchen bzw. Marble Mug Cake | Foodblog rehlein backt

Manch einer mag Marmorkuchen als eingestaubt bezeichnen, für mich aber ist nur der ein wahrer Bäcker, der einen echt grandiosen Marmorkuchen hinbekommt. Denn meiner Meinung nach sind immer die Klassiker entscheidend und wer schon dort versagt, naja … Darum teste ich zB bei neuen Eisdielen immer erst einmal die Grundsorten Schoko, Vanille und Erdbeere aus. Entdecke ich darin künstliche Aromen oder schmecken sie einfach nicht gut genug, komme ich nicht wieder. Da bin ich rigoros. (Zum Glück gibt es in meinem näheren Umfeld gleich vier Eiscafés, da kann ich mir fein die Rosinen rauspicken!)

Aber zurück zum Tassenkuchen bzw. Marble Mug Cake. Obwohl in der Mikrowelle gebacken, ist dies der beste Tassenkuchen (neben meinem Brownie), den ich jemals gegessen habe. Ernsthaft. Er steht normal gebackenem Kuchen in nichts nach – das Ergebnis ist fluffig, saftig und geschmacklich eine Punktlandung. Wer den nicht ausprobiert, ist selbst schuld!

Sonntag, 4. September 2016

[Rezept] Zitronen-Mascarpone-Kuchen mit Limoncello-Guss

Letztes Jahr etwa um diese Zeit verbrachte ich die letzten Tage meines Urlaubs auf der griechischen Insel Korfu, wo ich viele Stunden mit lieben Menschen verbrachte: Schwimmend im azurblauen, klaren Wasser. Schlemmend in einer der zahlreichen Tavernen. Oder die Insel erkundend, auf einem ollen Roller, der wohl noch nie was von TÜV gehört, uns aber trotzdem sicher durch all die engen, staubigen Gassen Korfus transportiert hat. Dieser Urlaub war es übrigens auch, in dem mir mein Freund den Heiratsantrag machte. ♥

Neben mehreren Speicherkarten voll Fotos nehme ich von Urlauben oder kurzen Trips vor allem eines mit: Kulinarische Eindrücke. Auf Korfu habe ich Oliven lieben gelernt, Frappé zu DEM Sommergetränk schlechthin erhoben (wird dort aber ganz anders zubereitet und hat nichts mit dem Fertigmix zu tun, den man hier bekommt) und Limoncello für mich entdeckt. Letzteres ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit und pur meiner Meinung nach ein Graus – aber der Zitronenlikör eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Gebäck! Darum habe ich mir auch ein Fläschchen davon mit nach Deutschland genommen. Die griechische Sonne in der Flasche, sozusagen.

Zitronen-Mascarpone-Kuchen mit Limoncello-Guss | Foodblog rehlein backt

Damit habe ich mir dann neulich einen schnieken Zitronen-Mascarpone-Kuchen mit Limoncello-Guss gebacken. Suuuper geil! Ich liebe ja simple Rührkuchen und neben dem Marmorkuchen ist der Zitronenkuchen einer meiner Favoriten. Dieser hier ist dank der Mascarpone, die die Butter ersetzt, besonders dekadent und saftig, dabei nicht zu süß oder fettig und toll feinporig. Der fruchtig-frische Guss dazu weckt Erinnerungen an Korfu und macht glücklich – auch all diejenigen, die noch nie auf der Insel waren. Versucht ihn und träumt euch ans Mittelmeer …

Mittwoch, 31. August 2016

[Rezept] Sommerfrisches Blaubeer-Zitronen-Cremetörtchen aus dem Kühlschrank

Was ist das Schlimmste, was einer Backbloggerin passieren kann? Ganz klar: Ein kaputter Backofen! Doch damit nicht genug, denn unser Umzug hatte es generell ziemlich in sich. Das Verladen verlief noch problemlos, doch nachdem Kisten, Möbel, Einzelteile und wir plus Umzugshelfer die Reise von Magdeburg ins Rhein-Main-Gebiet überstanden hatten, ging der eigentliche Stress los. Eines der Sofateile passte nicht durchs neue Treppenhaus und musste mit viel Kreativität und Muskelkraft über den Balkon einziehen. Eine Lampe sowie die Lattenroste gingen zu Bruch. Dann wollten sich einfach keine kabelfreien Bohrstellen finden lassen, um die Hängeschränke in der Küche anzubringen (jetzt hängen sie aber). Und in schöner Regelmäßigkeit machten uns dann abwechselnd die Spülmaschine, der Herd oder die Waschmaschine Sorgen. Letztere hat nun offenbar ganz den Dienst quittiert. Die gute Nachricht ist aber, dass immerhin der Ofen wieder geht! ;)

Blaubeer-Zitronen-Törtchen | Foodblog rehlein backt

Natürlich wird es noch etwas dauern, bis alles passt - es fehlen hier und da noch Möbel und oben warten noch einige unausgepackte Kartons auf uns. Trotzdem sind wir schon jetzt mehr als happy mit unserem neuen Heim und dem neuen Wohnort. Und als sich der Trubel etwas gelegt hatte, konnte ich auch endlich, endlich wieder backen! Also … ich musste natürlich vorübergehend auf den Ofen verzichten, weswegen meine Wahl auf eine gute, verlässliche Kühlschranktorte gefallen ist. Die kommt im hübsch lavendelfarbenen Gewand daher, das von den Blaubeeren herrührt, die sich in der Creme tummeln. Frische Zitronenzesten geben dem Ganzen einen besonderen Kick und der Knusperboden aus Butterkeksen ist einfach nur nomnomnom. Das perfekte Leckerli, um den Sommer zu verlängern, der sich gerade schon zu verkrümeln beginnt. Versucht es!

Sonntag, 21. August 2016

[Rezension] Everything Sweet von den Meringue Girls

Es wird mal wieder Zeit für eine gepflegte Backbuch-Rezension, meint ihr nicht auch? Meine aktuellste Errungenschaft ist dieses quietschbunte Teilchen* hier von den Meringue Girls, das ihr sicherlich schon irgendwo mal gesehen habt:

Backbuch Everything Sweet von den Meringue Girls Alex Hoffler und Stacey O'Gorman | Foodblog rehlein backt

Hierbei handelt es sich bereits um das zweite Werk von Alex Hoffler und Stacey O’Gorman. Buch Nummer Eins – Baiser, Meringue, Schäumchen: Süße Küsschen aus der Küche* – war ein riesiger Erfolg und ist weltweit in mehreren Sprachen erschienen. Seitdem ging es für die beiden Mädels steil bergauf, sodass sie u.a. mit ihrer kleinen Meringue-Bäckerei in eine andere, tollere Location in London umziehen konnten und aufgrund der erhöhten Nachfrage auch eine Vielzahl Helferinnen für die Backstube einstellen durften.  Klar, dass da ein zweites Buch auch nicht lange auf sich warten ließ!

Und nun werfen wir auch schon einen Blick in diese schillernde Welt der Baiserküsschen, los geht’s:

Freitag, 22. Juli 2016

[Persönliches] Kleine umzugsbedingte Blogpause =)

Ihr Lieben, nun ist es tatsächlich so weit: Mein Studium ist beendet, es geht zurück in die „echte“ Welt und mit diesem Schritt kommt nun auch der Abschied von Magdeburg. Ich habe diese Stadt innerhalb der letzten paar Jahre wirklich lieb gewonnen und werde vieles sehr vermissen! Aber: Nicht zurückschauen, sondern nach vorn! Das nächste Ziel wird nun das Rhein-Main-Gebiet sein – was mich endlich wieder zur Hessin macht, yeay!!!

Mit dem Umzug in die neue Stadt kommt natürlich jede Menge Stress auf mich zu. Papierkram will erledigt, Behördengänge gemacht und eine gefühlte Million Kisten gepackt (und wieder ausgepackt) werden. Uff. Und teuer wird das Ganze auch noch – allem voran wegen der fehlenden Küche in unserer ansonsten nahezu perfekten neuen Wohnung. Deswegen habe ich kurzerhand einen (arg verspäteten) Frühjahrsputz gestartet und alles aussortiert, das ich nicht mehr ganz unbedingt benötige, um den Kram zu reduzieren und gleichzeitig die Kasse ein klein wenig aufzustocken. An vielen Ecken fiel mir das Aussortieren nicht leicht, glaubt mir! Kleidung, Schuhe, Schmuck, Backsachen, Bücher … einiges musste weichen, von dem ich mich eigentlich nur ungern trenne. Aber es hilft ja nichts.

Die Backbuch-Schätze sind bereits sicher verpackt.

Das meiste davon habe ich auf Kleidertauschpartys abgegeben, in die Bücherzelle gelegt oder über Facebook-Gruppen verschenkt. Jeden Tag kamen andere fremde Leute vorbei, was super spannend und schön war. Manche haben uns als Dank Umzugskartons oder Schokolade geschenkt, es war ganz herzig. Meine aussortierten Backbücher wollte ich eigentlich hier im Rahmen eines kleinen, virtuellen Flohmarktes anbieten, aber da sich unser Umzug ganz spontan um einen ganzen Monat nach vorn verschoben hat, geht das leider nicht mehr. Aaaber ich hole das bei Gelegenheit auf jeden Fall noch nach! ;)

Ich bin wirklich mega gespannt auf unsere neue Heimat und was mich später in meinem neuen Job erwarten wird. Es ist komisch, das Studentendasein bald ablegen zu müssen, aber ich war es auch langsam müde (vor allem während der Bachelorarbeit) und will und brauche jetzt einfach unbedingt was Neues. Ich freue mich riesig auf diesen neuen Lebensabschnitt!

Was mein Blog betrifft: Jetzt während der stressigen und anstrengenden Umzugszeit muss es leider etwas ruhen und auch in Zukunft werde ich vielleicht generell nicht mehr allzu viel Zeit für rehlein backt haben. Aber keine Sorge, mir bleiben ja noch immer die Wochenenden. Ich werde mich auf jeden Fall bemühen, euch weiterhin hübsch regelmäßig mit leckeren Rezepten zu versorgen. =)

Und jetzt … geh ich erst mal weiter Kisten packen. Mäh.

Sonntag, 10. Juli 2016

We all scream for Cookies & Cream OREO Ice Cream! Ohne Eismaschine! Ohne Ei! Mit nur drei Zutaten!

Schleckermäulchen aufgepasst: Dieses Rezept könnte euer Leben verändern!

Schon seit einiger Zeit probiere ich mich an Eisrezepten, für die man keine Eismaschine benötigt. Beim Frozen Yoghurt hat es mit etwas Zeitaufwand geklappt und die Nicecream rockt sowieso, aber so ein richtig leckeres, zartschmelzendes Eis wollte nie klappen. Bis jetzt!

Cookies and Cream OREO Ice Cream ohne Eismaschine | Foodblog rehlein backt

Denn obgleich ihr für dieses Rezept lediglich drei (!) simple Zutaten benötigt, ist das Ergebnis einfach phänomenal: Ein süßes, cremiges Eis mit einer Konsistenz, die jedem Maschineneis Konkurrenz machen kann. Alles was ihr dafür braucht sind Sahne, Kondensmilch, OREOs, eine Schüssel und ein Handmixer. Und es ist in 10 Minuten zusammengerührt.

Ich bin hin und weg und gedanklich schon mit der Fantastilliarde Möglichkeiten beschäftigt, wie man dieses Eis wohl noch pimpen könnte. Einige sehr nette Ideen findet ihr bereits bei Gemma, von der ich das Rezept für die Eisbasis habe.

Welche Rezeptideen fallen euch denn spontan ein? Wenn ihr was Nettes habt und ich mich daran mal versuchen soll, schreibt es mir gern in einem Kommentar. =) 

Cookies and Cream OREO Ice Cream ohne Eismaschine | Foodblog rehlein backt

Sonntag, 3. Juli 2016

[Rezept] Zimtknoten a.k.a. Norwegische Kanelknuter

Juli! Das bedeutet, endlich wieder all die geliebten Sommerkleider ausführen (und sich TOLL darin fühlen), leckeres Eis schlecken bei 38 Grad im Schatten, Sonnenbaden im Freibad und gute Laune 24/7.

Eigentlich.

Denn die letzten Tage zwang uns das Wetter eher zu langer Hose, Pulli, JACKE. Statt 38 Grad waren es knapp unter 20 und dazu regnete es auch noch in einer Tour. Und statt der geplanten Eiscreme, die ich eigentlich machen wollte, wanderte ein Blech Zimtknoten in den Ofen. Tja, so ist das eben manchmal und man muss einfach das Beste draus machen. Und ganz ehrlich: Die Zimknoten - oder auch „Kanelknuter“, wie sie in Norwegen heißen – waren definitiv das Beste, was ich bei den Verhältnissen machen konnte!

Zimtknoten - Kanelknuter | Foodblog rehlein backt

Allein der Duft in der Küche tröstete schon ein wenig, die Hitze des Backofens verbreitete zumindest im Raum ein Gefühl von sommerlichen Temperaturen, und als ich mir den ersten noch warmen Zimtknoten genehmigte, war der Blick aus dem verregneten Fenster gleich gar nicht mehr so deprimierend. Die Dinger sind echtes Soulfood und ich lege sie euch ganz, ganz arg ans Herz. Sie schmecken fantastisch!

Sonntag, 26. Juni 2016

[Rezept] Hafer-Dinkel-Cookies mit Chocolate Chips

Was Geschenke angeht, bin ich ein wirklich hoffnungsloser Fall – stets bemüht, aber hoffnungslos. Zwar mache ich mir über das Jahr verteilt immer wieder Notizen, wenn jemand mal nebenbei eine Bemerkung darüber fallen lässt, dass er schon immer dieses oder jenes haben bzw. machen wollte oder wenn mir einfach so was Nettes einfällt, das sich als nette Aufmerksamkeit eignen würde. Doch wenn die Geburtstage dann näher rücken, stehe ich trotzdem immer wieder mit ratlosem Gesicht da und frage mich, was ich denn bloß verschenken könnte. Denn die Notizen haben sich bis dahin meist bereits erledigt oder mir gefallen die Ideen nicht mehr. So bin ich also meist recht unzufrieden mit dem, was ich letztendlich verschenke.

An diesem Umstand allein kann man schon verzweifeln, aber wenn man dann auch noch Freunde hat, die wahre Meister darin sind, sich richtig coole Geschenkideen einfallen zu lassen, dann deprimiert das vollends. Meine beste Freundin ist ein Paradebeispiel für diese beneidenswerte Personengruppe. Ihre Geschenke sind ausnahmslos durchdacht, super passend und oft sogar selbstgemacht. Und sie schüttelt sich diese Ideen einfach so aus dem Ärmel – so kommt es mir zumindest immer vor.

Hafer-Dinkel-Cookies mit Chocolate Chips | Foodblog rehlein backt

Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich von ihr zwei hübsche Gläser mit DIY-Backmischungen. Ich LIEBE so was über alle Maßen! Und da besonders die zweite ein echter Hit war und ich das Rezept deshalb auch schon mehrmals so nachgebacken habe, gibt es das heute für euch. Es handelt sich schlicht um die leckersten Cookies auf Erden. Mehr muss ich nicht dazu sagen, sie sind fantastisch und Punkt.

Und wenn ihr die Mischung auch an einen lieben Menschen verschenken wollt, dann nehmt euch einfach ein ausreichend großes Glas und befüllt es nacheinander mit allen trockenen Zutaten, sodass voneinander abgegrenzte Schichten entstehen. Hängt anschließend ein Zettelchen mit der Zubereitung dran und gebt darauf an, welche Zutaten der Beschenkte noch selbst hinzufügen muss: Die Butter und das Ei, mehr nicht. Das Geburtstagskind wird euch zu Füßen liegen. Trust me.

Sonntag, 19. Juni 2016

[Rezept] Classic Blueberry Muffins | Klassische Blaubeer Muffins

Ihr wisst ja, ich bin eine sehr, sehr faule Bäckerin. Die besten Rezepte sind für mich die, die einfach und schnell gemacht sind - aber geschmacklich trotzdem eine Wucht in Tüten. (Toller Alte-Leute-Ausdruck, hihi.) Ich habe weder Lust, ewig nach sonst wie exotischen Zutaten in Fachgeschäften oder Onlineshops zu suchen, noch möchte ich mehrere Stunden für nur eine Torte aufbringen müssen. Am liebsten sind mir schlicht die Rezepte, die man mit Grundzutaten fix zusammenrühren kann. Denn wer will schon lange warten, wenn er JETZT Bock auf Kuchen hat? Und wer backt solch komplizierte und aufwendige Rezepte nach? Wenn selbst ich als Foodbloggerin keine Lust drauf habe, dann ihr, meine lieben Leser, vermutlich auch nicht so recht. (Oder irre ich mich und ihr seid alle wahre Hobby-Konditoren? Dann seid ihr auf meinem Blog, ehrlich gesagt, komplett an der falschen Adresse. :D)

Classic Blueberry Muffins - Klassische Blaubeer Muffins | Foodblog rehlein backt

Jedenfalls habe ich in letzter Zeit meine Liebe zu Muffins entdeckt. Ja, entdeckt. Erstmals. Denn obgleich die ja der Inbegriff von faulem Backen sind, konnte ich den kleinen Teilchen nie was abgewinnen. Ich fand sie schnöde und unspektakulär. Bis, ja bis ich neulich mein altes Allrounder-Muffinrezept wieder hervor kramte, als mir nach Muffins mit frischen Nektarinen war. Der Hit! Danach gab es dann noch Erdbeer-Muffins, Chocolate Chip Muffins und Heidelbeer-Muffins. (Alles innerhalb einer Woche, wohlgemerkt.) Letztere habe ich hier für euch, weil sie echte Klassiker sind und bisher noch keine Erwähnung auf meinem Blog gefunden haben. Aber alle anderen genannten Variationen sind ebenso lohnenswert! Im Grunde könnt ihr in den Teig alles mischen was euch gefällt und das Ergebnis wird immer super sein.

Und ach ja: Ihr braucht dafür nur wenige Zutaten, die ihr auch ganz bestimmt an einem Sonntag zu Hause habt, der Teig ist im Nu mit dem Schneebesen zusammengerührt und nach 25 Minuten habt ihr dann auch schon herrlich duftende, frische, warme Muffins vor euch stehen. Ist das nicht herrlich? In diesem Sinne: Ein Hoch auf die Faulheit und einen wunderbaren Sonntag!

Sonntag, 12. Juni 2016

[Rezept] Quick & Easy Chocolate Chip Nicecream – Schnelles, veganes Schoko-Bananen-Eis

Es ist nicht so, dass ich kein Auge für Trends hätte. Klar weiß ich, dass gefühlt schon alle anderen Foodblogger ein Rezept für Nicecream auf ihrem Blog haben. Das Ding ist: Ich warte gerne ab, bevor ich etwas austeste. Warum weiß ich manchmal selbst nicht so genau. Manchmal hab ich schlicht schon genug Ideen auf der Liste und schaue mir erst mal an, was die anderen so machen. Hauptsächlich hab ich aber, glaube ich, einfach keinen Bock auf den ganzen Hype, weswegen ich Trendiges solange ignoriere, bis ich entweder das Interesse daran verliere (falls das jemals vorhanden war) oder ich es vor Neugierde nicht mehr aushalte und es doch ausprobiere.

Genau so war es mit der Nicecream.

Nice Cream mit Chocolate Chips | Foodblog rehlein backt

Für die von euch, die (unwahrscheinlich, aber mag’s ja geben) noch nie was davon gehört haben: Als Nicecream bezeichnet man eine Eiscreme aus pürierten, gefrorenen Bananen, ggf. mit anderen Früchten. Ja, so simpel ist das. Und alle Welt schwärmt sich nen Wolf ob dieser nie dagewesenen, so köstlichen und ganz toll wandelbaren Götterspeise. Warum ich sie trotzdem erst jetzt getestet habe? Zwei Gründe, nein drei.

1. Ich liebe zwar Bananen, aber hasse sie, wenn sie zu reif sind. Süß und reif ist aber die Voraussetzung dafür, dass es ne tolle Nicecream wird. Darum rechnete ich mit einem grausigen Geschmack.

2. Mara inhaliert das Zeug allerdings seit gefühlt einem Jahr täglich und kann nie genug davon kriegen – und je öfter ich ihre Bilder auf Instagram gesehen habe, desto neugieriger wurde ich.

3. Der letzte Punkt: Dieses tolle Buch*, das mich vor ein paar Tagen per Post erreichte. Es enthält ein mega einfaches Rezept für Nicecream - und ihr wisst ja, dass ich es simpel mag.

Letztendlich kam ich also nicht mehr drum herum und als mir bei der Hitze neulich ein ganzes Kilo Bananen in Windeseile sommersprossig geworden ist, habe ich diese kurzerhand klein geschnibbelt und eingefroren. Und zack, da ist sie: Meine allererste Nicecream!

Nice Cream mit Chocolate Chips | Foodblog rehlein backt

Okay, Eiscreme zu fotografieren muss ich noch üben. Aber es reicht, damit ihr einen Eindruck vom Ergebnis bekommt, oder? Ich beschreibe es auch noch mal für euch, denn ich habe eine gewichtige Entdeckung gemacht: Gefroren schmecken die reifen Bananen nur noch dezent süß und tatsächlich gar nicht so stark nach Banane! Yeay! Die Konsistenz kann sich durchaus mit normaler Eiscreme messen und aufgrund des geringen Eigengeschmacks könnt ihr die Nicecream aromatisieren wie ihr lustig seid. Mit gehackten, karamellisierten Nüssen, Kakao, Gewürzen, anderem gefrorenen Obst, Kekskrümeln oder mit Chocolate Chips, wie ich es getan habe. Denn Schokolade und Banane sind seither wie füreinander geschaffen!

Das Zeug ist wirklich VOLL GUT und das Beste daran ist, dass es auch noch gesund ist. (Und vegan, falls das jemanden interessiert.) Laut den Meringue Girls ist die Nicecream so nahrhaft, das sie sogar als Frühstück herhalten kann, und: Selbst Kinder bemerken den Unterschied zu Milch-Eiscreme nicht. Ha!

Ich bin also vollkommen überzeugt von diesem geilen Zeug! Deswegen werden meine braunen Bananen ab sofort definitiv öfter ins Eisfach als in den Smoothie wandern. ;)

Freitag, 3. Juni 2016

[Rezept] Die perfekte Pizza wie in Italien (à la Christina macht was)

Wer jemals in Italien eine Pizza versucht hat, der weiß: Pizza ist nicht gleich Pizza. Klar, dass die ollen Dinger, die man bei uns in der Tiefkühltheke findet, indiskutabel sind, steht außer Frage. Aber selbst beim Italiener um die Ecke ist es schwierig, wenn nicht sogar eher unwahrscheinlich, eine Pizza zu bekommen, wie man sie in Italien kennt. Ich weiß das, weil wir unsere Schulabschlussfahrt damals nach Südtirol gemacht und dabei unter anderem einen Trip nach Venedig unternommen haben.

Dort, in einer versteckten Gasse irgendwo hinter dem Markusplatz, kaufte ich mir ein riesiges Stück simple Margarita. Der Boden war hauchdünn und obwohl auch der Belag nicht üppig war, schlug diese Pizza alles, was ich bis dato probiert hatte. Es war eine Aroma-Explosion, die ich seitdem kein zweites Mal erlebt habe – bis jetzt. Denn als ich neulich ein weiteres Rezept aus Christinas Backbuch* getestet habe, entdeckte ich den heiligen Gral der Pizzen. Ernsthaft.

Die beste italienische Pizza wie in Italien | Foodblog rehlein backt

Zwar braucht ihre „Perfekte Pizza Margarita“ ein wenig Zeit, aber gut Ding will eben Weile haben. Und es lohnt sich. Sehr sogar. So eine reduzierte Tomatensoße macht wirklich einiges her und auch dem Teig schmeckt man seine zwei Stunden Gehen an, wenn man das so sagen kann. Und trotzdem ist das Rezept kein bisschen aufwendig – die Soße köchelt fast allein vor sich hin und der Hefeteig braucht auch keine Aufsicht. Köstlichstes Slowfood mit minimalem Einsatz und maximalem Genuss also – das Minimalprinzip war mir schon immer ein guter Freund.

Belegen könnt ihr die Pizza natürlich frei Schnauze, doch auf die Empfehlung von Christina hin haben wir uns diesbezüglich zurückgehalten. Denn wenn eine Pizza richtig gut ist, kommt sie auch mit ganz wenigen Zutaten aus. Ich kann euch nur raten: Versucht es!

Sonntag, 29. Mai 2016

[Rezept] Kokos-Schmandkuchen mit frischen Erdbeeren

Jipieh, endlich Erdbeerzeit! Als Neujahrskind liebe ich zwar den Winter, doch die warme Jahreszeit war mir immer schon ein wenig lieber. Um genau zu sein, sind es genau diese wenige Wochen zwischen Frühling und Sommer, die mich richtig glücklich machen. Wenn die Bäume zu blühen beginnen, die Wiesen wieder grün werden, die ersten Blumen sich nach draußen wagen und es wärmer, aber noch nicht so heiß ist, dass man den Tag nur im Schwimmbad übersteht. (Denn ich und mein Kreislauf finden alles jenseits der 30-Grad-Marke eher … suboptimal.)

Das Allerbeste an dieser Zeit des Jahres ist aber, dass es wieder mehr Auswahl an regionalem Obst und Gemüse gibt. Besonders die Erdbeeren vermisse ich im Winter arg - allein ihr Duft erinnert an glückliche Kindheitstage in Omas Garten, wo wir frische Beeren direkt von den Sträuchern naschen und Erdbeeren vom Balkon pflücken konnten. Ja, vom Balkon.

Kokos-Schmandkuchen mit frischen Erdbeeren | Foodblog rehlein backt

Freitag, 20. Mai 2016

[Rezept] Sächsisches Handbrot mit Champignons, Speck und viiiiiel Käse

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dem schönen Leipzig zum Zwecke eines mega coolen Foodwalks einen Besuch abgestattet habe. Damals kam ich das erste Mal überhaupt in den Genuss von sächsischem Handbrot: Einem warmen, weichen Weizenbrot, gefüllt mit verschiedenem Gemüse, Fleisch und – ganz wichtig – viiiiel Käse. Allein die letzte Zutat hätte schon ausgereicht, dass ich dem Handbrot verfalle. Denn obgleich ich Käse pur nicht mag, vergöttere ich ihn im geschmolzenen Zustand. (Mein neuestes Suchtobjekt: Grilled Cheese Sandwiches!!!)

Zum Handbrot, das man meist auf Festivals – logisch – auf die Hand bekommt, gibt es immer noch einen Klecks Schmand mit Frühlingszwiebeln und Schnittlauch. GEILER SCHEIß. Und diesen geilen Scheiß gibt es seit meinem ersten Bissen in Leipzig mittlerweile regelmäßig wochenends bei uns zum Abendessen, mit immer neuen Füllungen. Hier habe ich für euch den Klassiker mit Champignons und Speck. Auch bewährt haben sich allerdings auch Paprika-Zwiebel-Suzuc oder Bacon mit Was-auch-immer. Bacon macht eben einfach alles leckerer (sogar Donuts!). Auf jeden Fall ist das Handbrot eines meiner Lieblingsessen geworden, weswegen ich euch dringendst anrate, es mal auszuprobieren!

Handbrot mit Champignons, Speck und viel Käse | Foodblog rehlein backt

Das Rezept macht gut drei Leute satt und stammt übrigens aus dem Mutti-Magazin 2/2015.

Montag, 16. Mai 2016

[Rezept] Luftiges Brioche mit Schokotropfen

Frühling hin oder her – manchmal gibt es sie doch noch: Diese Tage, die einfach noch einen Tick zu kühl sind und an denen man sich mit einer Tasse Tee und etwas Süßem aufs Sofa verkrümeln möchte. (Zumindest geht mir das selbst jetzt im Mai noch immer oft so, ich liebe aber auch einfach Kuchen und finde immer Gelegenheiten dafür.) Als ich neulich einen ganzen Sonntag dieser Art hatte – windig, kalt und schlichtweg ungemütlich - musste etwas Leckeres her, das rundum glücklich macht. Und was wäre da besser geeignet als ein luftiges Hefe-Brioche mit Schokotropfen? Denn wie ich spätestens beim Hefezopf mit Nussnougatcreme gemerkt habe: Diese Kombi ist unschlagbar!

Luftiges Brioche mit Schokotropfen | Foodblog rehlein backt

Das Rezept reicht für eine große Kastenform mit 30 cm Länge. Ich habe den Teig etwas unterschätzt und in eine viel zu kleine Backform gepackt. Im Ofen nahm dieser dann nahezu gigantische Ausmaße an, weswegen mein Brioche hinterher im Anschnitt aussah wie Toastscheiben aus amerikanischen Comics. Dieser Umstand machte das Ergebnis leider auch etwas instabil. Damit mir der große, obere Teil nicht schon vorm Shooting wegbricht, habe ich kurzerhand einen Rouladen-Spieß hineingesteckt – und später vergessen, ihn wieder herauszunehmen. Mein Freund hatte das Ding dann in seinem Stück, zum Glück ist aber nichts passiert. Mit einer Foodbloggerin zur Freundin lebt man eben manchmal ein bisschen am Limit. ;)

Dienstag, 10. Mai 2016

[Aktion] Kochtopfreise von Zwilling – (Fast) traditioneller Baumkuchen aus Sachsen-Anhalt

Baumkuchen mit Zuckerguss aus Sachsen-Anhalt | Foodblog rehlein backt

[WERBUNG]

Ja, ihr habt richtig gelesen - im Rahmen der Kochtopfreise der Firma Zwilling gibt es bei mir Baumkuchen. Hä? Kuchen aus dem Topf? Naaa ... nicht ganz. Aber das klären wir gleich, zuerst gibt es von mir ein paar Worte zur Aktion selbst:

Zwilling hat einen Topf der Prime-Serie auf große Deutschlandreise geschickt, während der er bei insgesamt 16 Foodbloggern aus jedem Bundesland Station macht. Ziel dieses Trips ist es, die kulinarische Vielfalt unseres Landes aufzuzeigen und die einzelnen Regionen zu porträtieren. Eine super spannende Geschichte, für die ich sofort Feuer und Flamme war! Bislang kam der Topf schon in den Genuss von hessischen Woihinkelsche, Herzdriggerte aus Rheinland-Pfalz, saarländischen Geheirade, badischen Schäufele Sandwichs, altbayrischem Böfflamott, Leipziger Räbchen sowie Schwarzbiergulasch mit Thüringer Klößen. Und jetzt hat er es, sicher verpackt in einem Reiseköfferchen, ins schöne Sachsen-Anhalt zu mir geschafft. (An dieser Stelle nochmals lieben Dank an Petra von Obers trifft Sahne, die mir als Geschenk ein sehr hübsches Kulturtaschen-Set mitgeschickt hat! :)

Baumkuchen mit Zuckerguss aus Sachsen-Anhalt | Foodblog rehlein backt

Die Rezeptfindung

Nun bin ich nicht gebürtig aus Sachsen-Anhalt und hätte eigentlich gern für meine Heimat Hessen den Kochlöffel oder Schneebesen geschwungen, doch da ist mir die liebe Andrea von Zimtkeks und Apfeltarte leider zuvor gekommen. So musste ich erst mal ein wenig recherchieren, um ein für mich geeignetes, typisch sachsen-anhaltinisches Rezept zu finden. Die erste Idee, Prilleken, fiel direkt raus, da ein anderer Blogger das Schmalzgebäck – natürlich unter anderem Namen – bereits für sein Bundesland gesichert hatte. Tja, viele Spezialitäten beschränken sich eben nicht nur auf eine Region.

Im Anschluss zog ich dann doch das eigentlich Naheliegenste in Betracht, denn für kaum etwas ist Sachsen-Anhalt so bekannt wie für den Baumkuchen. Den hatte ich zu Beginn aus zweierlei Gründen verworfen: Zum einen ist Baumkuchen eine konditorische Königsdisziplin und nicht nur knifflig, sondern auch ganz schön zeitintensiv. Zum anderen wird er schlicht nicht in einem Kochtopf zubereitet. Mir war dann aber schnell klar, dass ich um den Baumkuchen nicht herumkomme, immerhin befindet sich mit dem Städtchen Salzwedel einer der Baumkuchen-Hot-Spots in Sachsen-Anhalt. Das hat zur Folge, dass man bei uns in Magdeburg das ganze Jahr über Baumkuchen in den Bäckereien bekommt, auch wenn das Gebäck bundesweit bevorzugt in der Adventszeit serviert wird. Weswegen es mir jetzt auch einfach mal schnurzpiepegal ist, dass wir Mai haben - Baumkuchen geht immer! ;)

Sonntag, 1. Mai 2016

[Rezept] Kleines, klassisches Sacher-Törtchen

Hach, ihr Lieben, bei mir geht’s zurzeit rund! Kaum war der Bachelor in der Tasche, ging es erst mal für ein paar Tage in die Heimat (Familie und Freunde hatten ja fast schon vergessen wie ich aussehe) und im Anschluss daran für eine Woche nach LONDON. Ein lang gehegter Reisetraum wurde wahr - und es war waaaahnsinnig toll! Anstrengend, weil richtig, richtig vollgepackt, aber wunderbar. Ich kam mit gefühlt einer Kleidergröße mehr zurück, but so what, es hat sich so sehr gelohnt! Falls euch ein kleiner Beitrag darüber interessiert, lasst es mich wissen. :)

Nun ja, und nach all dem Spaß bin ich jetzt zurück im echten Leben, in dem man Miete und Co eben nur bezahlen kann, wenn man zuvor auch Geld verdient hat. Will heißen: Ich schreibe im Moment eine Bewerbung nach der anderen und tingele zwischendurch ein wenig durch Deutschland, um Gespräche wahrzunehmen – auf der Suche nach dem Herzensjob! (Und ich bin auch sicher, ihn bald zu finden.) Das alles ist so aufregend und spannend, aber natürlich kostet mich der Trubel auch viel Kraft und vor allem Zeit. Mir tut es ein wenig leid, dass ich deswegen das Bloggen zurzeit ein wenig hinten anstellen muss, aber das Leben 1.0 inklusive dem nun anstehenden neuen Lebensabschnitt hat einfach ganz klar Vorrang. Ich hoffe, ihr versteht das!

Kleines Sacher-Törtchen | Foodblog rehlein backt

Als kleine Entschädigung habe ich hier ein ganz klassisches Rezept für euch. Das Sacher-Törtchen habe ich gebacken, als uns ein Teil der Schwiegerfamilie besuchen kam und es hat bei allen großen Anklang gefunden. Schwiegermama in spe hat sich sogar das Rezept notiert - und das, obwohl ich das gute Stück ein klein wenig zu lange im Ofen hatte, weswegen der Teig für meinen Geschmack zu trocken war. Natüüürlich passiert das immer genau dann, wenn's drauf ankommt! Den anderen hat’s aber wunderbar geschmeckt. Ich bin eben selbst immer mein größter Kritiker. ;)

Sonntag, 10. April 2016

[Rezept] Braided Bread mit Blattspinat-Feta-Paprika-Füllung

Neulich landete was ganz Tolles in meinem Briefkasten: Ein Exemplar von Christinas Backbuch* - von der Autorin höchst selbst signiert! Denn ich hatte dieses bei einer Verlosung auf ihrem Blog gewonnen, worüber ich noch immer mega happy bin! Warum? Weil das Buch der HAMMER ist! Es enthält zwar zu meinem Leidwesen recht wenige süße Rezepte, ist aber für mich sehr ergiebig, was Deftiges angeht. Denn ich bin, man mag es kaum glauben, eine wirklich schlechte Köchin und finde nur schwer Rezepte, die mir liegen und zusagen. Die Ausbeute in Christinas Buch (dies ist übrigens ihr Blog) ist für mich jedoch ungewöhnlich groß. Im Ernst, die Rezepte sind genial! Eine bunte Mischung und völlig Neues ist auch dabei. Ich seh schon, es muss demnächst noch eine ausführliche Rezension folgen …

Braided Bread mit Blattspinat-Feta-Paprika-Füllung | Foodblog rehlein backt

Jetzt zeige ich euch aber erst mal, was ich als allererstes aus Christinas Buch versucht habe. Das war eine kleine Sensation, denn während alle anderen Blogger sich zunächst auf die wenigen süßen Rezepte gestürzt haben, entschied ich (ICH!) mich für - ein Brot. Haha. Aber nicht irgendeines: Es ist gefüllt mit einer Mischung aus Blattspinat, Feta, Paprika und Schmand, was insgesamt eine verdammt leckere und cremige Angelegenheit ist, das ist mal klar. Und ummantelt wird das Ganze von dem leckersten Quark-Öl-Teig ever, der auch noch richtig schnieke drum herum geflochten wird. Auf dem Post-it, das ich mir nach dem Testessen zum Rezept geklebt habe, steht ganz oben „GEILOMATICO !!!“. Und mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen, außer: Danke, Christina, für dieses bombastisch delikate Rezept! So.

Sonntag, 3. April 2016

[Wanderbuch-Aktion] Das war’s: Ruth ist wieder da! :)

Drei Jahre, drei Monate und 20 Tage.


So lange war mein Wanderbuch insgesamt unterwegs. Dabei hat "Ruth", wie wir sie liebevoll genannt haben, dreizehn unserer sechzehn Bundesländer durchreist und ist durch zahlreiche Hände gegangen. Die Wanderung war nicht immer einfach, es mussten einige Stolpersteine überwunden und eine Unmenge Mails verschickt werden, um das Buch letztendlich zurück zu seinem Startpunkt zu bringen. Manchmal habe ich daran gezweifelt, es jemals wiederzubekommen, doch neulich war es soweit – und man, was war das ein tolles Gefühl, dieses gemeinsame Werk endlich in Händen halten und bestaunen zu können! Dennoch bin ich verdammt froh, dass das Ganze nun vorbei ist. Warum, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


Wer gerade nur Bahnhof versteht und sich fragt, wovon ich hier eigentlich fasele, findet alle Infos im Startbeitrag zur Aktion: KLICK! Für alle Lesefaulen hier die Kurzform: Ziel der Aktion Wanderbuch war es, das zu schaffen, was eine Person alleine eher selten hinbekommt: Ein Backbuch von vorne bis hinten durchzubacken. Deshalb habe ich ein Exemplar von Ruth Moschners „Backen für AngeberInnen“ auf große Reise durch die Republik geschickt. Und jetzt die große Preisfrage:

Haben wir das Wanderbuch gebacken bekommen?

Die Antwort: Jein. 

Zwar gab es ausreichend Teilnehmer für die 67 enthaltenen Rezepte, doch eines wurde dabei ausgespart – und dafür eines doppelt gebacken. Zudem stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch vier Blogposts zur Aktion aus, obwohl der Zeitplan vorsah, nach Erhalt des Buches innerhalb einer Woche ein Rezept zu backen, zu verbloggen und Ruth wieder auf Reisen zu schicken. Aber ach, das mit dem Zeitplan war eben so eine Sache … rein rechnerisch hätte die ganze Aktion 67 Wochen dauern sollen, also ein Jahr und drei bis vier Monate, plusminus ein, zwei Wochen. Klar, es kann immer was dazwischen kommen: Verzögerungen durch die Post, Krankheit, Familiäres, wichtige Termine. Und wir haben bei dieser Aktion alles davon (und noch mehr!) mitgenommen, wodurch aus 67 Wochen einfach mal 162 wurden. Die längsten Reisepausen wurden dabei aber von den Bloggerinnen verursacht, die das Buch über die Maßen lange bei sich behalten haben. Teilweise über ein Vierteljahr!

Mehr noch: Wie ihr vielleicht mitverfolgt habt, handelt es sich bei dem Buch, das ich nun wieder erhalten habe, um das zweite Exemplar, das von mir losgeschickt wurde – denn das erste wurde bereits von der vierten Teilnehmerin einkassiert. Und im Anschluss hatte ich noch häufig Probleme: Insgesamt drei weitere Male legte Ruth eine seeeehr lange Zwangspause ein und zweimal ging die Reise auch nur deshalb weiter, weil ich der entsprechenden Teilnehmerin mit rechtlichen Schritten gedroht hatte; als letztes Mittel drohen musste. Zur Erinnerung: Wir sprechen hier von einem Backbuch im Wert von round about 17-19 Euro, das jeder Blogger mit halbwegs vorzeigbarer Reichweite als Rezensionsexemplar anfordern könnte, und wer an der Aktion teilnimmt, ist öffentlich einsehbar. Im Internet. Die Teilnehmerinnen, die für die unnatürlich langen Wartezeiten gesorgt haben, wurden von mir disqualifiziert und aus der Liste entfernt. Einzig Teilnehmerin Nummer Vier habe ich darin belassen, denn eine solche Dreistigkeit verdient meiner Meinung nach keine Anonymität.

Freude vs. Stress

Das Wanderbuch sollte Freude machen und Blogger miteinander vernetzen … ich weiß nicht, inwiefern das für euch gelungen ist, aber für mich dominierte leider der enorme Arbeitsaufwand und allem voran der Ärger. Niemals hätte ich gedacht, dass erwachsene Menschen sich so verhalten würden. Ein Buch zu stehlen, das kaum etwas wert ist und so vielen anderen den Spaß zu verderben. Den Besitz jemand anderes ewig einzubehalten und nicht mehr auf Nachfragen zu reagieren, bis das Wort „Anwalt“ fällt. Diesen Besitz dann auch noch nachweislich schlecht zu behandeln oder auch sich schlicht ohne jeglichen Grund unendlich viel Zeit mit allem zu lassen und meine Erinnerungsmails zu ignorieren.

Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Unmensch und lasse immer mit mir reden. Mich interessierte nicht mal, warum die vorgegebene Woche nicht eingehalten werden konnte – allzu verständliche Gründe dafür gibt es wahrlich genug - und meist schrieb ich selbst erst nach drei oder vier Wochen zum ersten Mal, um mich nach dem aktuellen Stand zu erkundigen, wenn man mich nicht vorher kontaktierte. (Denn die Aktion lief für mich nebenbei und oft habe ich sie im Alltag einfach vergessen. Ich hatte allerdings auch kein fremdes Buch hier rumliegen.) Aber für mich ist es ein Unding, sich bei einer solchen Aktion anzumelden, um sie dann auf diese Art zu verzögern und dann auch noch die Nachrichten der Initiatorin zu ignorieren. (Für so manche Teilnehmerin an dieser Stelle eine Neuigkeit: Facebook zeigt es der anderen Person an, wenn eine Nachricht gelesen wurde.)

Man merkt es vielleicht, auch jetzt noch bin ich furchtbar angefressen ob dieser ganzen Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, mit denen ich mich innerhalb dieser drei Jahre, drei Monate und 20 Tage konfrontiert sah. Denn es hat mir bestimmt keinen Spaß gemacht, anderen mit rechtlichen Schritten zu drohen. Dass so was überhaupt notwendig war! Mit am meisten verblüfft hat mich, dass selbst sehr bekannte Bloggerinnen nicht von diesem enttäuschenden Verhalten ausgeschlossen waren.

Kurzum: Ich hatte extrem viel Stress mit dieser Aktion – und bin deshalb mehr als happy, dass sie nun endlich beendet ist und ich nicht mehr dauernd "hinterher" sein muss, dass es weitergeht.

Das Ergebnis

Dennoch will ich euch natürlich nicht den Blick in das entstandene Werk versagen – denn das ist mehr als klasse! Das Buch hat zwar ganz schön gelitten (immerhin riecht es nicht mehr nach Zigarettenqualm), musste einige Flecken einstecken und zerfällt nun schon ein wenig, aber bei einer solchen Reise ist das absolut nicht verwunderlich!



Aber was schert uns die Hülle, hinein ins kunterbunte Innere: Alle Ergebnisse konnte ich leider nicht abbilden, daher hier nur ein paar Eindrücke des Ergebnisses. Ich hoffe, es gefällt euch genauso gut wie mir!










Wundervoll, oder? Das Buch platzt fast vor lauter süßen Post-its und Nachrichten. Ich bin ganz verzaubert und blättere es immer wieder durch. Jedes Mal entdecke ich etwas Neues, zu schön ist das. Super fand ich auch, wie die letzte Teilnehmerin, Sabrina, Ruth für mich hergerichtet hat. Das war wirklich herzallerliebst und hat mir, übertrieben ausgedrückt, nach all den miesen Erfahrungen ein ganzes Stück Vertrauen in die Menschheit zurückgegeben. Schaut mal:

Hübsch und liebevoll verpackt, mit Kärtchen für mich und Leckerlis für meinen Hund - hach. <3 Noch mal DANKE, Sabrina!

Zuletzt bleibt mir noch zu sagen:

Ich danke allen Teilnehmern an der Aktion Wanderbuch!

Danke, danke, danke!


Denn auch wenn es bisher vielleicht so rüberkommt: Es war definitiv nicht alles doof, bei Weitem nicht! Die Anzahl absolut vorbildlicher Teilnehmerinnen hat nämlich deutlich überwogen. Aber ihr kennt das sicherlich: Die negativen Dinge wiegen oftmals schwerer und multipliziert mit den langen Zeiträumen, über die sich diese energieraubenden Konversationen insgesamt hingezogen haben, sowie der Masse an E-Mails und auch Anrufe, die es einfach nicht gebraucht hätte, wenn manche Leute sich ein klein wenig verantwortungsbewusster und kooperativer verhalten hätten, ergibt sich für mich leider ein ziemlich düsteres Resümee: Dies wird also die erste und auch letzte Wanderbuch-Aktion auf meinem Blog gewesen sein. Und das finde ich wirklich mega schade.

Aber hey: Immerhin haben wir dieses Buch (fast) gebacken bekommen! Wuhu! Und einige haben sich richtig, richtig viel Mühe mit ihren Blogbeiträgen sowie dem Verzieren „ihres“ Rezeptes gegeben. 

Noch mal ein gaaaaanz großes Extra-Dankeschön für so viel Herzblut! 


Dieses Exemplar von Ruth Moschners „Backen für AngeberInnen“ ist durch euch zu einem ganz besonderen Unikat geworden und ich werde es hüten wie meinen Augapfel. Fühlt euch geherzt!


PS: Falls ihr euch nun noch mal durch alle Beiträge der Teilnehmerinnen klicken wollt, um zu erfahren, wie diese das Buch und insbesondere die von ihnen gebackenen Rezepte fanden, klickt euch einfach rüber zum Startpost der Aktion: KLICK!

Sonntag, 27. März 2016

[Rezept] Leckere Snickerdoodle Cheesecake Bars | Oder, damit Omi es auch versteht: Zimtzucker-Käsekuchen mit Streuseln

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Frohe Ostern, ihr Lieben! Hier kommt auf die Schnelle noch ein Rezept für die Kaffeetafel (heute oder morgen), das so ungefähr jedem zusagt – denn der Käsekuchen ist bekanntlich des Deutschen Liebling. Und wenn dann noch Zimt und herrlich buttrige Streusel mit dabei sind, werden die Augen der Verwandtschaft garantiert noch größer.

Snickerdoodle Cheesecake Bars | Zimtzucker-Käsekuchen mit Streuseln | Foodblog rehlein backt

Diesen Kuchen habe ich bereits letztes Jahr zu Ostern für meine Familie gebacken, aber irgendwie kam ich nie dazu, ihn euch zu zeigen. Schande über mich! Denn er kam unglaublich gut an und das Blech war im Nullkommanix leer geputzt. Darum bin ich mehr als sicher, dass auch eure Gäste voll des Lobes sein werden. Und in schmale Bars geschnitten, greifen auch die Figurbewussten gern ein-, zweimal mehr zu. Kleiner, gemeiner Psychotrick. ;)

Donnerstag, 24. März 2016

[Rezept] Magic Blueberry Cheesecake ODER Warum ich heute einen wirklich hässlichen Kuchen poste

Obwohl ich schon seit vielen Jahren leidenschaftlich und regelmäßig backe, geht auch bei mir nicht immer alles glatt. In diesem Fall sogar wortwörtlich: Der Magic Cake mit Heidelbeeren ist, statt eine wunderbar ebene Oberfläche aufzuweisen, im Ofen komplett aufgerissen und dann in sich zusammengesunken. Totaler Fail – dachte ich. Denn dann probierte ich was von dieser „Katastrophe“ und siehe da: Das Ding war ein verdammter Hochgenuss!

Magic Blueberry Cheesecake | Foodblog rehlein backt

Zugegeben, einen Schönheitswettbewerb gewinne ich mit diesem Kuchen bestimmt nicht, aber das ist auch gar nicht mein Ziel. Mir ist es lieber, euch wirklich fabelhaft schmeckende Rezepte zu präsentieren und dabei ehrlich und authentisch zu sein – auch wenn das bedeutet, dass ich einen wirklich hässlichen Kuchen ablichten muss.

Die inneren Werte des Magic Blueberry Cheesecake muss ich euch also beschreiben, falls die Optik nicht überzeugt. Aber erst mal eine grundlegende Info zum Magic Cake: Das Besondere an ihm ist, dass er nur aus einem Teig besteht, der später (im Ofen sowie während der Cool-down-Phase im Kühlschrank) mehrere Schichten bildet. In diesem Fall sind es drei, inklusive der Heidelbeeren. Diese steigen witzigerweise beim Backen nach oben, sodass sich unter den süßen Früchten eine dicke, herrlich cremige Vanillepuddingschicht formen kann. Über den Beerchen findet ihr eine dicke Schicht Biskuit, der unten eine Käsekuchenkonsistenz aufweist.

Magic Blueberry Cheesecake | Foodblog rehlein backt

Insgesamt schmeckt der Magic Blueberry Cheesecake wie eine gelungene Kreuzung aus selbstgemachtem Vanillepudding und softem Blueberry Cheesecake. Ich kann nicht erklären, wie das zustande gekommen ist, aber so richtig interessiert es mich auch gar nicht. Es ist einfach … nun ja, Magie.

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