Freitag, 3. Juni 2016

[Rezept] Die perfekte Pizza wie in Italien (à la Christina macht was)

Wer jemals in Italien eine Pizza versucht hat, der weiß: Pizza ist nicht gleich Pizza. Klar, dass die ollen Dinger, die man bei uns in der Tiefkühltheke findet, indiskutabel sind, steht außer Frage. Aber selbst beim Italiener um die Ecke ist es schwierig, wenn nicht sogar eher unwahrscheinlich, eine Pizza zu bekommen, wie man sie in Italien kennt. Ich weiß das, weil wir unsere Schulabschlussfahrt damals nach Südtirol gemacht und dabei unter anderem einen Trip nach Venedig unternommen haben.

Dort, in einer versteckten Gasse irgendwo hinter dem Markusplatz, kaufte ich mir ein riesiges Stück simple Margarita. Der Boden war hauchdünn und obwohl auch der Belag nicht üppig war, schlug diese Pizza alles, was ich bis dato probiert hatte. Es war eine Aroma-Explosion, die ich seitdem kein zweites Mal erlebt habe – bis jetzt. Denn als ich neulich ein weiteres Rezept aus Christinas Backbuch* getestet habe, entdeckte ich den heiligen Gral der Pizzen. Ernsthaft.

Die beste italienische Pizza wie in Italien | Foodblog rehlein backt

Zwar braucht ihre „Perfekte Pizza Margarita“ ein wenig Zeit, aber gut Ding will eben Weile haben. Und es lohnt sich. Sehr sogar. So eine reduzierte Tomatensoße macht wirklich einiges her und auch dem Teig schmeckt man seine zwei Stunden Gehen an, wenn man das so sagen kann. Und trotzdem ist das Rezept kein bisschen aufwendig – die Soße köchelt fast allein vor sich hin und der Hefeteig braucht auch keine Aufsicht. Köstlichstes Slowfood mit minimalem Einsatz und maximalem Genuss also – das Minimalprinzip war mir schon immer ein guter Freund.

Belegen könnt ihr die Pizza natürlich frei Schnauze, doch auf die Empfehlung von Christina hin haben wir uns diesbezüglich zurückgehalten. Denn wenn eine Pizza richtig gut ist, kommt sie auch mit ganz wenigen Zutaten aus. Ich kann euch nur raten: Versucht es!

(Für 2 große Pizzen)

Zutaten für die Soße:

2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 große Dose geschälte Tomaten
½ TL Salz

Zutaten für den Teig:

½ Würfel frische Hefe
1 EL lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
300g Mehl
200ml Wasser
6g Salz
2 EL Olivenöl

Zutaten für den Belag (z.B.):

200g frische Champignons
150g Kochschinken
Etw. geriebener Käse od. Mozzarella
Etw. frischer Basilikum

Die beste italienische Pizza wie in Italien | Foodblog rehlein backt

Zubereitung:

Zuerst wird die Soße gekocht, das könnt ihr auch locker am Vortag nebenbei machen. Dafür einfach die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. Mit dem Olivenöl kurz in einem kleinen Topf anbraten, dann die Tomaten und das Salz zugeben. Bei niedriger bis mittlerer Hitze 45-60 Minuten lang köcheln lassen und ab und an umrühren.

Für den Teig zunächst die Hefe mit 1 EL lauwarmem Wasser und der Prise Zucker verrühren, bis sie sich gelöst hat. Alle anderen Zutaten in eine große Schüssel geben und mit der Hefe verkneten. Schön lange kneten, dann wird der Teig besser. (Am besten macht diesen Job die Küchenmaschine.) Nicht wundern, der Teig bleibt relativ flüssig. Nun mindestens 2 Stunden lang abgedeckt an einem warmen, zugluftgeschützten Ort gehen lassen.

[Zeit für ein Nickerchen . Oder zum Putzen, Steuermachen, Spazierengehen, Seriensuchten etc.]

Schon hungrig? Dann geht es jetzt weiter: Heizt den Ofen auf mindestens 250 °C Ober-/Unterhitze hoch und lasst die Backbleche dabei drin. Halbiert den Teig und rollt ihn mit viel Mehl zu jeweils zwei großen Pizzafladen aus. Je dünner, desto besser! Legt die Fladen auf Backpapier und verstreicht dann die Soße darauf. Nach Belieben belegen. Nun die Bleche aus dem Ofen holen und die Pizzen vorsichtig darauf legen. Fast fertig!

Die Backzeit beträgt nur ca. 10 Minuten, also beobachtet eure Schätzchen gut. Nach dem Backen mit frischem Basilikum belegen und genießen.  Ich bin jetzt schon neidisch auf eure tolle Pizza – das Schreiben hat sooo Hunger gemacht. Wie gut, dass noch Hefe da ist. ;)

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Kommentare:

  1. Schönes Rezept! Ich koche immer direkt drei Portionen Tomatensauce und friere sie portioniert ein. Dann geht die Pizza direkt schneller und ich habe nur einmal den Aufwand. :-)
    Wobei für mich an eine Tomatensauce noch dazu gehört die angeschwitzten Zwiebeln mit Rotwein oder Balsamicoessig abzulöschen und mit Zucker zu karamelisieren zu lassen.

    chastity64

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    1. Gute Idee mit dem Einfrieren, werde ich auch so machen! Danke :)

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  2. Das Rezept für den Teig gefällt mir! Und deine Pizza sieht echt lecker aus (schöne Fotos übrigens)! Bis der Teig fertig ist dauert es in der Tat recht lange, dafür lohnt es sich :) Wobei ich meine Pizzen immer auf einem Pizzastein backe, so verkürzt sich die Backzeit und der Teig wird sehr knusprig und der Belag schön goldbraun. Schon mal probiert?

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    1. Da ich keinen Pizzastein besitze, habe ich das noch nicht versucht. Aber eine Backzeit von 10 Minuten finde ich absolut okay. Dennoch würde ich so einen Stein natürlich trotzdem irgendwann gern mal ausprobieren. :)

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  3. Bisher habe ich meine Pizzen ehrlich gesagt immer mit Tomaten aus der Dose bestrichen, die ich püriere und etwas würze. Es scheint, das sollte ich mal ändern :-). Einen Pizzastein gibt es hier auch, aber ich habe ihn noch nicht ausprobiert - hüstel. Da können wir ja beide mal testen!
    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Was die Pizzasoße anbelangt, waren wir auch immer herrlich simpel gestrickt: Dose gehackte Tomaten aufmachen, würzen, drauf. :D Aber die einreduzierte ist ja soooo viel besser! Wenn du deinen Pizzastein getestet hast, musst du mir unbedingt mal davon berichten. ;)

      Liebst, Rebecca

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Kommentare sind wie Sahnehäubchen auf einem leckeren Stück Kuchen - Danke, dass du ein paar süße Worte dalässt! ♥♥♥

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