Freitag, 7. April 2017

Hot Cross Buns mit Schokostückchen für Ostern und jeden Tag

Als ich vor ein paar Jahren in Neuseeland war, habe ich die Hot Cross Buns kennengelernt: Süße Hefebrötchen mit Gewürzen und Rosinen im Teig und einem hellen Kreuz auf der Oberfläche. Hot Cross Buns gibt es im englischen Raum traditionell zu Karfreitag, in Neuseeland bekommt man sie aber glücklicherweise bereits ab Weihnachten, so kam ich während meines Aufenthalts in ihren Genuss.

Hot Cross Buns | Foodblog rehlein backt

Es wurde längst Zeit, dass ich diese köstlichen Brötchen einmal selbst backe. Da ich aber kein allzu großer Rosinenfan bin, habe ich sie kurzerhand durch Schokostückchen ersetzt. Den Teig habe ich samstagabends zubereitet und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen. Sonntagmorgen musste er dann noch mal eine Weile gehen und mit dem typischen Kreuz versehen, gingen die Teilchen dann in den Ofen.

Damit ihr eine ungefähre Vorstellung bekommt: Die Hot Cross Buns  sind luftig, weich und unglaublich aromatisch. Sie schmecken nach Hefe, allerlei Gewürzen und natürlich Schokolade. Mit Butter und Marmelade bestrichen sind sie ein Hochgenuss, aber ich muss sagen, dass ich sie ganz frisch und pur noch lieber mag. Kurzum: Sie schmecken einfach grandios und ihr solltet sie dringend auch mal versuchen!


(12 Brötchen)

Zutaten
300 ml Milch (3,5 % Fett)
100g Butter
1 Würfel frische Hefe od. 1 Pck. Trockenhefe
60 g Zucker (3 EL)
500 g Mehl (Type 550)
1 Prise Salz
Gewürze nach Bock (zB Zimt, Muskat, Nelken – eine Gewürzmischung geht auch)
1 Ei
100 g Schokotropfen od. Rosinen
50 g Mehl (Type 405)
wenig kaltes Wasser
etwas Milch





Hot Cross Buns | Foodblog rehlein backt

Zubereitung
Erwärmt die Milch und schmelzt die Butter darin. Ist die Mischung lauwarm, gebt die Hefe hinzu. Zucker, Mehl und Salz vermischen. Hefemilch und Ei zugeben, alles ca. 10-15 Minuten lang zu einem elastischen Teig verkneten. (Geht am besten mit der Küchenmaschine – ich kann die Bosch MUM-Modelle empfehlen*.)

Die Schokotropfen (oder wahlweise Rosinen) einkneten und den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken. Über Nacht in den Kühlschrank stellen oder solange bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich die Masse mindestens verdoppelt hat.

Den Teig in zwölf gleichgroße Stücke aufteilen und zu runden Bällchen formen. Nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, erneut abdecken und gehen lassen, bis die Buns mehr Volumen haben. (Wenn der Teig im Kühlschrank war, brauchen die Kugeln mindestens 45 Minuten bei Zimmertemperatur, andernfalls nur ca. 15 Minuten.) Währenddessen schon mal den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Aus 50 g Mehl und wenig kaltem Wasser eine dickflüssige Masse anrühren. Diese mit einem Spritzbeutel kreuzweise auf die Buns geben. Für 10 Minuten in den Ofen stellen, rausnehmen und rundherum mit etwas Milch bepinseln. Weitere 10 Minuten backen, bis die Brötchen schön gebräunt sind.

Und dann: Sofort genießen, denn frisch schmecken sie am besten! Sollten aber doch welche über bleiben, diese am nächsten Tag einfach antoasten – so schmecken sie auch wirklich super!

Hot Cross Buns | Foodblog rehlein backt

*Affiliate-Link: Wenn ihr darüber etwas einkauft, wird mir eine geringfügige Provision gutgeschrieben. Dankeschön!

Kommentare:

  1. Ohhh, die sehen ja wirklich köstlich aus!
    Ich hab sie schon auf so vielen Blogs gesehen, aber jetzt muss ich sie echt mal irgendwann ausprobieren!
    Sind sie so ähnlich wie Brioche? :)

    Und ich hab mir gerde nochmal den Post von Neuseeland durchgelesen und jetzt ist mein Fernweh noch gößer! :D
    Ich will nach meinem Bachelor auch unbedingt ein paar Monate hin, wirklich jeder schwärmt davon und ich stelle es mir einfach so toll vor!
    Warst du damals während deines Studiums dort? :) Hab das irgendwie gar nicht mehr im Kopf! :D

    Liebe Grüße & dir ein wunderbares Wochenende!

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    1. Huhu Mara,

      von der Konsistenz her ähnlich, ja. Geschmacklich aber natürlich nicht, vor allem, wenn man noch Rosinen einbackt.

      Ja, ich war während des Studiums in Neuseeland, das war mein Auslandspraktikum. Ich möchte auch unbedingt noch mal hin, aber hab keine Lust mehr auf den furchtbar langen Flug. xD

      Dir auch ein tolles Wochenende!!

      Liebst, Rebecca

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  2. Mhhhh, da ist das Osterfest ja gerettet!
    Mit Hefeteig stand ich jahrelang ziemlich auf Kriegsfuß, aber ich taste mich langsam heran... Übung macht den Meister =)
    Kann man das Ei eigentlich auch weglassen bzw. ersetzen?

    Liebe Grüße
    Charlotte

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    1. Hallo Charlotte,

      Hefeteige sind gar kein Hexenwerk. Einfach merken: Vor dem Gehen laaaaange kneten, den Teig an einem warmen Ort abgedeckt mindestens eine Stunde stehen lassen, nach dem Gehen nur noch wenig bearbeiten. Und es sollte immer etwas Zucker im Teig sein, als Futter für die Hefekulturen. :)

      Zu dem Ei kann ich dir leider keine verlässliche Aussage machen, denn ich habe das noch nie versucht. In Rührteigen kann man ein Ei ruhig mal durch zB einen EL Apfelmus ersetzen, aber ob das in Hefeteigen auch ratsam ist, weiß ich nicht. Falls du es ausprobierst, lass mich bitte wissen, wie es geworden ist!

      Liebst, Rebecca

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  3. Da mittlerweile selbst hochgelobte und -dekorierte Bäcker hier in der Umgebung nur noch Brötchen feilbieten, die nach den Vitaminen B, A, S und F schmecken, sollten wir uns endlich mal zum Selberbacken durchringen.

    Du hast jetzt wohl den Anstoß dazu gegeben...

    Liebe Grüße
    Uli

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    1. Hallo Uli,

      selbst backen ist immer eine gute Wahl – so weiß man ganz sicher, was in seinem Lebensmittel drin ist. Aber ja, die Entwicklung der Bäckereilandschaft in Deutschland ist wirklich schade ...

      Liebst, Rebecca

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Kommentare sind wie Sahnehäubchen auf einem leckeren Stück Kuchen - Danke, dass du ein paar süße Worte dalässt! ♥♥♥

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